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Der Freitag am Nürburgring - Albacete gewinnt die Superpole

Der Freitag am Nürburgring - Albacete gewinnt die Superpole

18. Juli 2014Nürburg - In der FIA European Truck Racing Championship ist der Freitag meistens ja noch ein Aufbautag, oder bestenfalls der Tag mit den Pressefahrten. Beim Truck Grand Prix am Nürburgring, dem 5. Lauf der diesjährigen Saison, geht es aber auch freitags schon richtig zur Sache. Am frühen Morgen stand erst einmal das 1. Freie Training auf dem Programm, gegen Mittag dann das zweite. Bei beinahe wolkenlosem Himmel hatte das Thermometer schnell die 25-Grad-Marke überschritten, den leichten Wind empfand man allseits als recht angenehm. Üblicherweise haben die Protagonisten der bisherigen Saison, die drei MANler Norbert Kiss, (HUN), Antonio Albacete (ESP) und Jochen Hahn (GER), auch schon die Trainings unter sich ausgemacht. Doch diesmal mischte sich im 1. Freien Training Adam Lacko (CZE) mit seinem Buggyra Freightliner unter das MAN-Trio, im zweiten blieben die Piloten mit dem Löwen-Truck dann aber wieder unter sich.
Am frühen Nachmittag, die 30 Grad waren fast erreicht, die Asphalttemperatur lag bei 57 Grad, wurde es dann für alle ernst, das 1. Zeittraining stand an. Für die Toppiloten hieß es, sich mit möglichst wenig Aufwand für die TopTen zu qualifizieren, alle anderen fuhren schon voll auf Risiko. Tatsächlich bogen nach nur einer schnellen Runde acht Piloten und eine Pilotin schon wieder in die Boxengasse ab.
Mit 1:55,674 Min. hatte Kiss die Topzzeit gefahren, die dann auch niemand mehr knackte. Aber auch Hahn, Albacete, David Vrsecky (CZE) auf Buggyra Freightliner, der Schweizer Markus Bösiger (MAN), Lacko, der deutsche Race-by-Race Pilot Gerd Körber (Iveco) sowie seine Landsleute René Reinert und Steffi Halm (beide MAN) wähnten sich schon ebenso sicher unter den TopTen für die SuperPole. Gerade bei diesen Asphalttemperaturen galt es mehr als sonst, die Reifen zu schonen. Der Satz muss ja auch noch für die beiden morgigen Rennen reichen.
Um den letzten TopTen-Platz gab es allerdings einen rundenlangen Fight zwischen dem Portugiesen Jose Rodrigues (Renault) und dem ungarischen MAN-Piloten Benedek Major. Erst im letzten Moment musste der Portugiese seinen scheinbar sicheren 10. Platz abgeben.
Dass die hohe Temperaturen den Reifen nicht gerade förderlich waren, zeigte sich dann in der SuperPole. Albacete fuhr in seiner ersten Runde knapp 1 Zehntel langsamer als Kiss zuvor, und das sollte dann auch schon die Bestzeit und damit die Pole für den Spanier bedeuten. Selbst Kiss kam nicht mehr an diese Zeit heran, und musste sich mit dem Platz neben Albacete zufrieden geben.
Lacko hatte ja schon am Morgen angedeutet, festen Willens zu sein, den MAN-Trucks Paroli bieten zu wollen. So verdrängte er Hahn kurzerhand auf den 4. Startplatz. Die weitere Reihenfolge lautete Vrsecky, Bösiger, Reinert, Körber, Halm und Major.

Impressionen:

Der Freitag am Nürburgring - Albacete gewinnt die Superpole
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