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Misano Vorbericht

Misano Vorbericht

19. Mai 2009Das Beste vorweg, es wird wohl ein durch und durch sonniges Sommerwochenende, mit Temperaturen um die 30 Grad. Am Freitag und am Sonntag könnten eventuell mal kleine Wolken aufziehen, Niederschläge sind aber dennoch kaum zu erwarten. Selten waren sich die Vorhersage-Dienste so einig. Zum Rennen selbst liegen bis heute so gut wie keine Informationen vor. Es wurde noch keine Entrylist veröffentlicht ebenso wenig wie ein offizieller Zeitplan. Der Plan auf dieser Seite ist aus verschiedenen Einzelveröffentlichungen zusammengesetzt. Allerdings haben die Zeitpläne von Misano seit Jahren solch eine Kontinuität, dass sich eigentlich nur Änderungen im Rahmenprogramm ergeben.
Das Rennen an der italienischen Adria gehört seit jeher zu den Favoriten der meisten Truckracer, dennoch hatten einige der kleineren Teams in Assen schon angedeutet, dass sie nicht nach Misano kommen würden. Ihnen sind die Entfernungen, die innerhalb relativ kurzer Zeit absolviert werden müssen, einfach zu groß. Und so werden wohl auch einige der Topteams nach dem Rennen gar nicht mehr in die heimatliche Werkstatt zurückkehren, sondern von Misano direkt nach Albacete weiterreisen. Bleibt nur zu hoffen, dass ihnen nicht gerade ein kapitaler Schaden, der mit den Möglichkeiten im Paddock nicht zu beseitigen wäre, einen dicken Strich durch die Rechnung machen wird. Jedenfalls streckte man schon im Vorfeld die Fühler aus, mit wem man sich denn nun für die Reise nach Spanien zusammentun könnte. Letztendlich werden die einen wieder über Land entlang der Riviera und der Costa Brava fahren, andere lieber die direkte Fährverbindung von Genua nach Spanien nehmen. Aber egal wer wo am Samstagmorgen, 30.Mai, auch sein wird, um 9:45 Uhr werden alle vor dem Fernseher sitzen: DSF, Truckracing aus Misano.
Hier gab es in der Vergangenheit schließlich nicht nur ausgesprochen spannende Rennen, sondern auch immer wieder große Probleme mit der Überwachung des Tempolimits von 160 km/h per GPS. Der nahe gelegene Militärflughafen strahlte so starke Frequenzen aus, dass die GPS-Signale massiv gestört wurden. So steht denn auch Daniel Seiler mit (fehl) gemessenen (und auch nie bestätigten) mehr als 1.500km/h als inoffizieller „Weltrekordler“ in den Truckracing-Annalen. Um Diskussionen von vornherein aus dem Weg zu gehen, wird der Veranstalter bei Problemen sicherlich wieder Radarmessungen an exponierten Stellen vornehmen.
Misano war auch immer ein Ort, an dem sich die Nutzfahrzeugindustrie besonders präsent zeigte. So werden denn auch wieder in den Rennpausen Interessierte schon einmal mit dem Truck ihrer Träume auf der Piste Probe fahren können. Der Rest wird durchs Paddock schlendern und dort auch wieder ausgesprochen schöne Exemplare von Trucks zu sehen bekommen.
Die Eintrittspreise sind recht moderat, 12 Euro am Samstag und 14 für den Sonntag. Weitere Informationen dazu, hier unter Tickets.