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Der Sonntag am Hungaroring Teil 3 - Erneuter Sieg für Kiss

Der Sonntag am Hungaroring Teil 3 - Erneuter Sieg für Kiss

18. Oktober 2020Ganz pünktlich ging es in das letzte Rennen des Wochenendes. Im Vergleich zu den elf Rennrunden nur wenige Stunden zuvor, brachte es insbesondere in der Anfangsphase aber auch in den Finalrunden das Doppelte und Dreifache an Spannung und Action.
Die Pole hatte Calvet, neben ihm lag Janiec, direkt dahinter starteten Faas und Steffi Halm. In der Formation Lap qualmten die ausgekühlten Motoren mancher RaceTrucks so sehr, dass man befürchten musste, sie würden die komplette Renndistanz von knapp 50 km gar nicht überstehen. Tatsächlich musste allerdings nur der Freightliner von Aliyyah Koloc die Segel streichen – nach drei Runden.
Der Start ging zunächst an Calvet, doch Janiec nutzte die beiden folgenden Kurven, sicherte sich jeweils die Innenbahn und war dann an seinem französischen Landsmann vorbei. Während sich der MAN-Pilot an der Spitze direkt etwas absetzen konnte, musste sich Calvet der Attacken der Verfolgermeute erwehren, was dem Spitzenreiter nur in die Karten spielte. Nach nur einer Runde hatte Janiec schon einen Vorsprung von mehr als 4 Sekunden.
Steffi Halm war zwischenzeitlich an Faas vorbei und attackierte anschließend Calvet, dessen Widerstand die Iveco-Pilotin auch noch vor Ende der ersten Runde geknackt hatte. Der junge Franzose hatte nun aber schon Kiss im Nacken hängen, der innerhalb der ersten Runde bereits vier Plätze hatte gutmachen können.
Auch Hahn hatte sich an Faas und Calvet vorbeigekämpft und machte sich dann an die Verfolgung seiner Marken- und Teamkollegin Steffi Halm.
All das ging innerhalb von nur zwei Runden über die Bühne. Zwei weitere Runden später konnte Hahn auch relativ problemlos an Steffi Halm vorbeiziehen. Vom Spitzenquartett Kiss, Lacko, Hahn und Albacete waren nun nur noch der Tscheche und der Spanier im Mittelfeld hängen geblieben.
Die halbe Renndistanz war nicht einmal vorüber, als Kiss auch an dem anfangs enteilten Janiec vorbeizog und seinem dritten Sieg an diesem Wochenende entgegen fuhr.
Danach kehrte für einige Runden eher etwas Ruhe ein, bis die verfolgenden Piloten wohl meinten, ihre Vorderleute lang genug studiert zu haben, um jetzt zum Schlussangriff ansetzen zu können.
Hahn lag nun knapp hinter Janiec und attackierte den MAN-Piloten genau an der Stelle, an der am Vortag schon Kiss seine Gegner genarrt und überholt hatte. Hahn verließ die Ideallinie und zog in der ersten Kurve nach der Startlinie auf der Innenbahn am Franzosen vorbei. Somit lag der Iveco-Pilot nun an zweiter Position – und war nicht so vermessen zu glauben, er könne den weit enteilten Kiss noch einholen, er fuhr seinen Podiumsplatz ganz locker nach Hause.
Zwischenzeitlich hatte man auch im Mittelfeld wieder stärker auf Angriffsmodus geschaltet.
Nach langem Kampf kam Albacete schließlich doch noch an Faas vorbei. Das nützte dem Spanier im Endeffekt aber wenig, im Eifer des Gefechts war er wohl etwas zu schnell gewesen. Wegen Overspeeding fing sich der Spanier am Ende noch 10 Strafsekunden ein und landete so wieder hinter dem tankpool24-Scania.
In der letzten Runde wurde es dann aber noch einmal richtig spannend.
Das Duo Steffi Halm und Lacko hatte mittlerweile näher zu Janiec aufgeschlossen. In der letzten Runde attackierte der Tscheche nach sieben Runden des Hinterherfahrens dann die deutsche Iveco-Pilotin und kam auch tatsächlich vorbei, aber nicht mehr an Janiec heran. Hinter den Dreien auf dem Podium, Kiss, Hahn und Janiec musste sich Steffi Halm um nicht einmal eine halbe Sekunde geschlagen hinter Lacko mit dem fünften Platz zufrieden geben.
Mit etwas größerem Abstand gingen die weiteren Plätze an Calvet, Faas, Albacete, Hecker und Recuenco auf dem 10. und letzten Punkterang.
Der Goodyear-Cup ging an Calvet vor Faas und Hecker.