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Der Sonntag am Hungaroring Teil 1 - Pole für Kiss

Der Sonntag am Hungaroring Teil 1 - Pole für Kiss

18. Oktober 2020Am heutigen Sonntag regnete es erstmals nicht während des zweiten Rennwochenendes der diesjährigen Saison der FIA European Truck Racing Championship auf dem östlich von Budapest gelegenen Hungaroring. Aber es war sehr kalt, an ungünstigen Stellen lagen die Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt.
Die ersten Zeiten im sehr früh morgens angesetzten WarmUp zeigten gleich, dass sich die Pistenbedingungen gegenüber dem Vortag massiv verbessert hatten. Im Laufe der 15mimütigen Fahrzeit wurden die Rundenzeiten jedes Einzelnen immer besser. Am Ende hatte wieder einmal Lokalmatador Norbert Kiss (MAN) mit 2:18,864 die Nase vorn. Die stärksten Verfolger mit dem Tschechen Adam Lacko (Buggyra Freightliner), dem MAN-Piloten Antonio Albacete (ESP) und dem deutschen sechsfachen Europameister Jochen Hahn (Iveco) lagen schon rund eineinhalb Sekunden hinter dem Ungarn.
Auch im etwas späteren sonntäglichen Qualifikationstraining, in dem es galt, unter die Top-Ten für die anschließende SuperPole zu fahren, legte Kiss wieder direkt voll los, fuhr locker 2:18,048 und anschließend gleich in die Box. Natürlich war er sich sicher, unter den Top-Ten zu sein. Hahn hatte als Zweitschnellster schon eine Sekunde mehr auf der Uhr, auch er fuhr anschließend in die Box. Dann gab es jedoch einen kleinen Schock für den Iveco-Piloten, wegen Überfahrens der Track Limits wurde ihm die Zeit aberkannt, und Hahn befand sich plötzlich auf dem 11. Rang wieder.
Doch die Qualifikation dauerte noch über 10 Minuten. Zwischenzeitlich war auch schon ein Großteil des restlichen Feldes in die Box gefahren. Hahn jedoch ging direkt wieder auf die Piste, legte eine Bombenzeit auf den Asphalt und fuhr erneut auf den zweiten Platz vor.
Neben Kiss und Hahn qualifizierten sich schließlich noch der Franzose Anthony Janiec (MAN), Lacko, Albacete, die beiden Deutschen Steffi Halm (Iveco) und Steffen Faas (Scania), MAN-Pilot Luis Recuenco (ESP), der Franzose Teó Calvet und die Tschechin Aliyyah Koloc (beide Buggyra Freightliner) für die Top-Ten.
Nach nur fünf Minuten Pause ging es direkt in die entscheidende Phase für die Rennaufstellung, in die SuperPole. Kiss legte mit 2:17,111 gleich eine Zeit vor, die nicht nur um rund zwei Sekunden besser war als die letztjährige Bestzeit, sondern auch die Konkurrenz zum Staunen brachte. Natürlich kamen die äußeren Bedingungen den Truckracern entgegen. Die kalte klare Luft brachte einige PS mehr und vor allem ließen sich die Reifendrücke viel besser handhaben als bei einer heißen Asphaltdecke von 40 Grad und mehr, wie wir es in der Vergangenheit auch schon gehabt haben.
Lacko brauchte rund eine Sekunde mehr als der Ungar, Hahn noch weitere 8 Zehntel. Während Kiss, mit der Sicherheit die Pole für das anschließende Rennen erreicht zu haben, in die Box fuhr, startete der Rest nach einer Cool Down-Runde noch einmal durch. Doch einzig Albacete konnte sich etwas verbessern, musste sich aber weiterhin hinter Kiss, Lacko und Hahn mit dem vierten Startplatz zufrieden geben.
Die weitere Startreihenfolge hieß Steffi Halm vor Janiec, Faas, Recuenco, Calvet und Aliyyah Koloc.