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Der Sonntag in Most Teil 1 - Kiss erneut auf Pole

Der Sonntag in Most Teil 1 - Kiss erneut auf Pole

30. August 2020Most - Die Wetterprognosen für heute lauten je nach Online-Service, „leichter Regen“ bis „unwetterartige Regenschauer mit 22 Litern pro Quadratmeter“. Da fühlen sich nicht wenige Pilotinnen und Piloten der FIA European Truck Racing Championship an den Sonntag im letzten Jahr erinnert, als der Rennsonntag abgebrochen werden musste. Große Teile des Autodroms im tschechischen Most hatten unter Wasser gestanden.
Zum heutigen WarmUp-Auftakt regnete es zwar nicht, aber in der Nacht zuvor war einiges vom Himmel gekommen, die Piste noch entsprechend feucht.
Die ersten Rundenzeiten lagen bis zu 20 Sekunden über denen von gestern. Nach und nach wurde der Asphalt dann doch immer trockener gefahren und am Ende hatte erneut der Ungar Norbert Kiss mit einer 2:10er-Zeit die Nase vorn. Nur zwei Zehntel mehr benötigte sein deutscher MAN-Markenkollegen Sascha Lenz, der Rest folgte mit großem Abstand.
Aber – wir betonen es immer wieder – man weiß nie, wer im WarmUp überhaupt die Katze aus dem Sack lässt, ernst wird es ja auch erst im Zeittraining und der anschließenden SuperPole.
Auch zum sonntäglich Zeittraining blieb der befürchtete Regen weiterhin aus.
Kiss markierte gleich mit 2:02,899 eine Spitzenzeit, der tschechische Buggyra-Pilot Adam Lacko lag drei Zehntel dahinter, die beiden Deutschen Lenz und Jochen Hahn (Iveco) vier Zehntel. Für sie alle waren die Zeiten gut genug, um sich schon in den Top-Ten für die SuperPole zu wähnen und in die Boxengasse zu fahren. Das machten dann auch schon der Franzose Anthony Janiec (MAN) und die deutsche Iveco-Pilotin Steffi Halm, es galt einfach, die Reifen zu schonen.
Ebenso verließ Steffi Halms Landsmann und Iveco-Markenkollege René Reinert – an 12. Position liegend – schon vorzeitig die Piste, allerdings nicht freiwillig. Er war mit seinem Landsmann Clemens Hecker (MAN) heftig aneinander geraten, danach war der Iveco so in Mitleidenschaft gezogen, dass sich eine Weiterfahrt nicht mehr lohnte, und Reinert ins Paddock fuhr. Das hieß für das Rennen zwangsläufig letzter Startplatz.
Auf der Strecke ging es derweil weiter hart zur Sache, um die letzten Top-Ten-Plätze kämpfte man bis zum Schluss.
Schließlich qualifizierten sich hinter Kiss, Lacko, Lenz, J. Hahn und Janiec der junge Franzose Teó Calvet (Buggyra), Steffi Halm, die beiden MAN-Piloten Antonio Albacete (ESP) und Jamie Anderson (GBR) sowie der Deutsche Steffen Faas auf seinem tankpool24-Scania für die SuperPole.
Nach fünfminütiger Pause ging es dann in die Entscheidung um die zehn ersten Starplätze für das erste Sonntagsrennen.
Kiss legte gleich mal 2:01,772 vor, Lenz brauchte schon eine halbe Sekunde mehr, J. Hahn zwei weitere Zehntel. Dann gab es erst einmal die obligatorische Cool-Down-Runde, anschließend legten sich alle noch einmal voll ins Zeug.
Tatsächlich verbesserte sich Kiss noch einmal um rund 5 Hundertstel auf 2:01,727, auch Lenz legte noch einmal massiv zu und lag am Ende nur noch zwei Zehntel hinter dem Ungarn.
Zwar konnte sich J. Hahn auch noch einmal verbessern, ihm blieb aber weiterhin der 3. Startplatz vor Lacko, der schon 9 Zehntel mehr brauchte als Polesetter Kiss.
Die weitere Startreihenfolge lautete Steffi Halm vor Janiec, Calvet, Faas, Albacete und Anderson.