Samstag, 19.09.2020 | Deutsch | English
Kiss erster Sim-Truck-Racing-Champion

Kiss erster Sim-Truck-Racing-Champion

20. August 2020Am letzten Sonntag fand auf dem spanischen Circuit del Jarama das Finale der ersten Sim-Racing-Europameisterschaft im Truckracing statt.
Im Prinzip war aber schon vor dem Finale ein wenig die Luft raus, denn der ungarische MAN-Pilot Norbert Kiss hatte mit Siegen bei den vorletzten Rennen in Le Mans einen uneinholbaren Punkte-Vorsprung herausgefahren.
In Jarama waren insgesamt acht Trucks am Start.
Da der Meister schon feststand, konzentrierte sich das Interesse darauf, wer denn nun das Vizechampionat gewinnen würde. Allein der deutsche MAN-Pilot Sascha Lenz und sein junger französischer Kontrahent Teó Calvet mit einem Buggyra kamen dafür noch in Frage.
Lenz lag da bei mit einem Vorsprung von 36 Punkten – vierzig waren maximal noch zu gewinnen – klar im Vorteil.
Polesetter Kiss übernahm im ersten Finalrennen denn auch gleich die Führung und fuhr anschließend einem ungefährdeten Sieg entgegen.
Das Feld teilte sich schon bald in zwei Hälften, wobei die Abstände unter den Top-Four so groß waren, dass man sich auch gegenseitig nicht mehr ins Gehege kam.
Hinter dem klaren Sieger Kiss holte sich der französische Lion-Manager Jonathan André den zweiten Podiumsrang vor Lenz und Calvet.
Damit war auch die Frage der Vizemeisterschaft geklärt – denn selbst wenn der Deutsche nun im letzten Rennen ausfallen und Calvet das gewinnen sollte, der zweite Gesamtrang war Lenz nicht mehr zu nehmen.
Was also das Meisterschaftspodium betraf, war das letzte Auftreten der Sim-Racer eher ein Schaulaufen – aber dennoch wurde gefightet wie eh und je.
Bereits in der ersten Kurve nach dem Start gab es einen heftigen Crash, wie so oft in den zweiten Tagesrennen mit der umgekehrten Startaufstellung.
Und wie so oft gab es auch hier wieder die „Rote Flagge“ und Neustart.
Der Restart ging dann tatsächlich etwas gesitteter vonstatten.
Calvet setzte sich gleich an die Spitze, während es etwas dahinter eher „catch-as- catch-can“- mäßig zuging. Das kam dem jungen Franzosen natürlich nur zugute, er baute seinen Vorsprung sukzessive aus.
Am Ende gewann Calvet das Rennen vor Kiss und dem spanischen MAN-Piloten Antonio Albacete.