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Viele Runden beim Test in Most

Viele Runden beim Test in Most

20. Juni 2020Bei den Testtagen auf dem Autodrom im tschechischen Most merkte man den Piloten der FIA European Truck Racing Championship förmlich an, wie sehr sie das Truckracing vermisst haben. Gleich am ersten Tag drehten manche mehr Runden als sonst an einem ganzen Rennwochenende. Auf der Piste war immer Betrieb - außer in der Mittagspause. Das hieß allerdings nicht zwangsläufig auch Pause für die Teams. Nun galt es die Erkenntnisse von den Vormittagsrunden umzusetzen, um am Nachmittag eventuell noch bessere Zeiten auf den Asphalt zu legen.
Das Besondere an den Tests auf dem Autodrom – im Vergleich zu solchen auf Flugplätzen oder anderen reinen Teststrecken – ist ja, dass beinahe sämtliche Teams Vergleichszeiten von den Rennen der letzten Jahren vorliegen haben.
Das Wetter kam den Truckracern dabei auch ziemlich entgegen. Es sah zwar immer wieder so aus, als würde es gleich anfangen zu regnen. Gelegentlich kamen auch mal ein paar Tröpfchen aus den zum Teil recht dunklen Wolken, der Asphalt blieb aber trocken.
So war es auch noch, als nach dem offiziellen Ende die üblichen PR-Fotos auf der Piste geschossen wurden. Doch kaum standen die RaceTrucks in ihren Zelten, öffnete der Himmel seine Schleusen. Bis auf gelegentliche Unterbrechungen regnete es schließlich die ganze Nacht durch.
Als es heute Morgen wieder auf die Piste ging, ließ der Regen zwar etwas nach, dennoch stand reichlich Wasser auf dem Asphalt. Auch unter diesen äußeren Bedingungen wollte man aber wissen, wie sich die Trucks verhielten. So war denn auch schon gleich auf der Piste recht viel los. Schnell hörte es dann aber ganz auf zu regnen, die Piste – insbesondere die Ideallinie – trocknete im Nu ab, die Verhältnisse waren wie am Vortag. Dennoch legten die Piloten weiterhin einen enormen Eifer an den Tag.
So direkt in die Karten schauen ließ sich zwar niemand, doch die meisten Teams und Piloten schienen mit ihren Erkenntnissen und auch mit ihren Resultaten recht zufrieden. Dabei orientierten sie sich an ihren eigenen Zeiten aus dem letzten Jahr oder aber auch an denen von Europameister Jochen Hahn – natürlich an denen von vor dem Unwetter am Sonntag.