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Der Sonntag in Jarama Teil 1 - Lacko gewinnt letzte SuperPole der Saison

Der Sonntag in Jarama Teil 1 - Lacko gewinnt letzte SuperPole der Saison

06. Oktober 2019Jarama - Es war fast noch dunkel und ziemlich kühl – so um die 10 Grad – als die ersten Fans schon auf den Tribünen des Circuito del Jarama saßen, um den letzten Renntag des Jahres der FIA European Truck Racing Championship mit ihren ohrenbetäubenden Hupen und den für Jarama typischen Kettensägen-Motoren – natürlich ohne Sägeblatt – zu begrüßen.
Als die RaceTrucks ins WarmUp starteten, lugte bei wolkenlosem Himmel mittlerweile zwar schon die Sonne über den Horizont, kalt war es aber weiterhin.
Umso heißer waren aber offensichtlich die Piloten. Es war ja nur das WarmUp, eigentlich gedacht, um noch einmal locker zu testen, ob alles läuft. Aber die Truckracer gingen gleich in die Vollen. Der alte und neue Champion Jochen Hahn legte mit seinem Iveco direkt mal 1:58,411 vor. Neben dem Deutschen blieben schon nach der ersten schnellen Runde insgesamt acht Piloten unter der 2-Minuten-Marke.
Der Tscheche Adam Lacko (Buggyra Freightliner) konterte kurz später mit 1:58,263. Das animierte Hahn offensichtlich noch einmal fester aufs Gas zu treten. Mit 1:58,078 fuhr er die bis dahin schnellste Runde des ganzen Wochenendes – und das mit alten Reifen.
Im Zeittraining, der Qualifikation der Top-Ten für die SuperPole kannte Hahns Vorwärtsdrang weiterhin keine Grenze, mit 1:57,890 wurde erstmal die 1:58er-Marke geknackt. Lacko benötigte allerdings auch nur 13 Hundertstel mehr, und der deutsche MAN-Pilot Sascha Lenz lag wiederum nur 3 Hundertstel hinter dem Tschechen. Insgesamt hatten schon nach der ersten schnellen Runde elf Piloten die 2 Minuten-Marke unterschritten.
Die ersten Neun fuhren denn auch zwecks Reifenschonung anschließend direkt wieder in Boxengasse, wähnten sie sich doch sicher unter den Top-Ten. Neben Hahn, Lacko und Lenz waren das Lokalmatador Antonio Albacete (MAN), die Deutsche Steffi Halm (Iveco), Mercedes-Pilot Norbert Kiss (HUN), die beiden deutschen Iveco-Piloten André Kursim und René Reinert sowie der Portugiese José Rodrigues (MAN). Auf der 10. Postion lag der Deutsche Fabio Citignola mit seinem tankpool24-Mercedes. Nach einer Cool-Down-Runde legte er noch einmal zu und fuhr so sicher in die Top-Ten für die SuperPole.
Hier verbesserte sich Hahn gleich noch einmal auf 1:57,595. Doch die Freude über diese Superzeit währte nur kurz, sie wurde dem Iveco-Piloten wegen Overspeed gleich wieder gestrichen. Mit 1:57,606 katapultierte sich nun Lacko auf die Poleposition für das anschließende Rennen vor Lenz, der 15 Hundertstel mehr brauchte. Was würde nun aber Hahn machen? Nach einer Cool-Down-Runde legte sich der sechsfache Champion noch einmal ins Zeug, verpasste Lackos Bestzeit zwar um 13 Hundertstel, entriss aber seinem Landsmann Lenz den zweiten Startplatz um 2 Hundertstel. Überhaupt ging es ungemein eng zu, die sechs Zeitschnellsten lagen gerade mal 5 Zehntel auseinander.
Hinter Lenz holte sich Kiss den 4. Startplatz vor Albacete, Steffi Halm, Kursim, Reinert, J. Rodrigues und Citignola.