Samstag, 19.10.2019 | Deutsch | English
Der Samstag in Jarama Teil 1 - Erneute Pole für Hahn

Der Samstag in Jarama Teil 1 - Erneute Pole für Hahn

05. Oktober 2019Jarama - Beim 8. Lauf, dem Finale der FIA European Truck Racing Championship auf dem rund 700 Meter hoch gelegenen Circuito del Jarama nahe der spanischen Hauptstadt Madrid ist eines schon sicher, nachts wird’s kalt, bei wolkenlosem Himmel am Tage dann richtig warm, und es wird nicht regnen. So sind zumindest die Wetterprognosen.
Als am Morgen das 1. Freie Training anstand, war es tatsächlich nur knapp über 10 Grad Celsius – im Schatten – in der Sonne herrschten schon T-Shirt-Temperaturen. Es dauerte etwas bis sich auch die Trucks und die Piloten warm gelaufen hatten. Der Tscheche Adam Lacko (Buggyra Freightliner) knackte als Erster die 2-Minuten-Grenze. Der sechsfache Champion Jochen Hahn (GER) hatte seinen Iveco dann wohl auch die richtige Betriebstemperatur erreicht, und unterbot die Lacko-Zeit. Aber nur wenig später war der ungarische Merceds-Pilot Norbert Kiss noch schneller. Da konnte sich Lokalmatador Antonio Albacete (MAN) dann nicht mehr zurückhalten. Mit 1:58,528 fuhr er die absolute Bestzeit.
Und dann purzelten förmlich die persönlichen Bestzeiten. Am Ende hatten gleich neun Piloten die 2-Minuten unterschritten.
Bis zum 2. Freien Training war es wieder etwas wärmer geworden, vor allem in der Sonne.
Man ließ es allgemein etwas ruhiger angehen. Am Ende hatte Hahn mit 1:58,989 die Nase vorn. Der Deutsche war auch einer der wenigen Piloten, die sich merklich verbessern konnten. Allerdings hatte Albacete nur gerade mal 7 Hundertstel mehr gebraucht.
Am Ende lagen auch wieder genau die vorn, die man dort auch erwarten konnte.
Die eigentliche Bewährungsprobe, das Zeittraining und die SuperPole der Top-Ten, stand ja auch noch bevor.
Mittlerweile war die 20-Grad-Marke erreicht, in der Sonne wurde es fast schon heiß. Heiß ging es auch im anstehenden Zeittraining und insbesondere in der SuperPole zu.
Hahn legte gleich 1:58,567 vor, Lacko war gerade mal 3 Hundertstel langsamer. Auch Kiss, der deutsche MAN-Pilot Sascha Lenz und Albacete fuhren schon in der ersten schnellen Runde 1:58er-Zeiten.
Aber nicht nur sie waren sich sicher, in den Top-Ten für die SuperPole zu sein und fuhren gleich wieder in die Boxengasse, um die Reifen zu schonen. Denn der Asphalt in Jarama gilt als extrem Reifen verschleißend.
An ihre Reifen dachte dann wohl auch das deutsche Iveco-Trio André Kursim, René Reinert und Steffi Halm, die niedrige 1:59er-Runden gefahren waren. Schließlich hätte sich der Elftplatzierte, der erste, der sie aus den Top-Ten hätte kicken können, um mehr als eineinhalb Sekunden steigern müssen.
Die beiden MAN-Piloten José Rodrigues (POR) und Jamie Anderson (GBR) vervollständigten das Zehnerfeld für die anschließende SuperPole.
Mit 1:58,300 fuhr Hahn nicht nur Tagesbestzeit, er holte sich damit dann natürlich auch gleich die Poleposition – seine dreizehnte in dieser Saison – für das erste Rennen. Albacete hatte nur 1 Zehntel mehr gebraucht und auch der Rest des Feldes lag eng beieinander. Außer Anderson, der schon nach der Einlaufrunde langsam in die Boxengasse gerollt war und am Ende gar wegen eines Getriebeproblems ins Paddock geschleppt werden musste, versuchten es nach einer Cool-Down-Runde alle noch einmal. Wirklich verbessern konnte sich dann allerdings nur Lenz, der sich mit 2 Tausendstel Vorsprung vor Steffi Halm den 3. Startplatz holte. Dicht dahinter folgten Lacko, Kiss und Kursim. Dieses Quintett lag gerade mal 18 Hundertstel auseinander.
José Rodrigues und Reinert belegten die Startplätze acht und neun vor Anderson.