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Der Sonntag in Most Teil 2 - Wetterbedingt keine Sonntagsrennen

Der Sonntag in Most Teil 2 - Wetterbedingt keine Sonntagsrennen

01. September 2019Most - So schön der Tag für die Fans und Truckracer begonnen hatte, mit solch einem Wetter zur Mittagszeit hatte wohl niemand gerechnet. Dabei ließ es sich anfangs eigentlich gar nicht so schlimm an. Der Himmel zog ziemlich zu, kurz vor der Startaufstellung begann es sogar kräftig zu regnen. Als sich die RaceTrucks schließlich parat machten, hörte der Regen schlagartig auf. Da meinte man noch, Petrus meine es gut mit den Truckracern.
Bis zum Start war es dann ja eh noch eine halbe Stunde – wegen des Gridwalks, der Asphalt hatte also noch reichlich Zeit, um abzutrocknen. Dennoch entschloss sich die Rennleitung wegen diverser nasser Stellen die erste Rennrunde unter Gelb fahren zu lassen. Sicherlich schön für Polesetter Hahn, eine Katastrophe für Lenz.
Denn kaum war der Start erfolgt, fielen auch schon wieder die ersten Tropfen. Während Hahn an der Spitze völlig unbedrängt von dannen zog, hing Lenz am Ende des hinteren Feldes. Einige der RaceTrucks dort hatten schon bei diesen doch eigentlich fast normalen Pistenverhältnissen größere Probleme, durch die Schikanen zu kommen. Doch wegen Gelb –Überholverbot – musste der MAN-Pilot brav dahinter bleiben. Nach der ersten Runde hatte er so schon mehrere hunderte Meter Rückstand.
Aus dem Tröpfeln wurde dann schlagartig ein ganz heftiger Regenschauer, nun schossen selbst die Toppiloten in den Kurven einfach geradeaus.
Ein Rennabbruch war unvermeidlich. Es hieß offiziell, der sei nach der zweiten gefahrenen Rennrunde erfolgt, also werde in der Reihenfolge zu diesem Zeitpunkt der zweite Teil des Rennens gefahren. Im Truckracing wird nach einem Rennabbruch später als in der ersten Runde anschließend aus den beiden Einzelabschnitten des Rennens ein Gesamtergebnis gebildet.
Für die Zuschauer ist es dann häufig nicht ganz nachvollziehbar, dass nicht unbedingt der das Rennen gewonnen hat, der als Erster die Ziellinie passiert, sondern der, der insgesamt in der Addition der einzelnen Rennabschnitte die schnellste Zeit aufzuweisen hat.
Die Trucks und Fahrer harrten in der Boxengasse der Dinge, und dann erst wurde der Umfang der heftigen Niederschläge wirklich deutlich. Sobald der Regen etwas nachgelassen hatte, begannen die Streckenmarshalls mit Besen und allem, was sie sonst noch so auftreiben konnten, die Piste vom Wasser zu befreien. Doch an manchen Stellen stand das Wasser weit über zehn Zentimeter hoch und floss einfach nicht ab. Nun mussten die Feuerwehren ran und abpumpen.
Eineinhalb Stunden nach dem ursprünglichen Start wurden die Piloten angewiesen, die RaceTrucks im Parc Fermé abzustellen, bis das Rennen fortgesetzt werden könne.
Zwischenzeitlich wurde ein Rennen aus dem Rahmenprogramm gefahren.
Mehr als zweieinhalb Stunden nach dem ursprünglichen Start des ersten Sonntagsrennens, erfolgte dann die Formation-Lap für den Neustart. Genau in dem Moment öffnete der Himmel wieder seine Schleusen, zwei Minuten später: Rote Flagge, Rennabbruch.
Langsam führte der PaceTruck das Feld in die Startaufstellung zurück, und erneut begann das große Warten. Schließlich – genau zu dem Zeitpunkt, zu dem eigentlich die Startaufstellung für das 2. Rennen erfolgen sollte – startete der PaceTruck zum dritten Mal in eine Formation-Lap. Wenn ein RaceTruck eine etwas größere Wasserlache erwischte, schossen – trotz langsamer Fahrt – riesige Wasserfontänen nach oben, die aufstobende Gischt war so dicht, dass man kaum mehr etwas sehen konnte.
Der Pace-Truck führte das Feld anschließend direkt in den Parc Fermé. Etwa eine dreiviertel Stunden später sollte erneut ein Versuch gestartet werden. Doch schon ging das nächste Gewitter über Most nieder, und die Rennleitung entschloss sich schließlich beide Rennen des Sonntags endgültig abzusagen.

Impressionen:

Der Sonntag in Most Teil 2 - Wetterbedingt keine Sonntagsrennen
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