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Der Samstag in Most Teil 3 - Zweiter Saison-Sieg für Reinert

Der Samstag in Most Teil 3 - Zweiter Saison-Sieg für Reinert

31. August 2019Most - Um es vorweg zu nehmen, trotz des tollen Sieges von René Reinert, Mann des Rennens war eindeutig Sascha Lenz, auch wenn es nicht mehr fürs Podium gereicht hat.
Nach seinem unglücklichen Ausscheiden im ersten Rennen musste der MAN-Pilot ganz vom Ende des 19er-Feldes starten und fuhr bis auf den 5. Platz vor.
Durch die Zeitstrafe für Janes war die Pole ja an seinen Landsmann Gibbon gefallen, der in dieser Hinsicht ja noch überhaupt keine Erfahrung hat. Also rechnete eigentlich jeder damit, dass der trotz seines jungen Alters doch recht Truckracingerfahrene Kursim
vom 2. Startplatz aus direkt die Führung übernehmen würde. Doch der Iveco-Pilot kam gar nicht in die Puschen, so machte er dann auch erst den Weg für Reinert frei. Der sah seine Chance, setzte sich neben Gibbon und ging schon in der ersten Kurve an die Spitze. Auch Albacete nutzte das leichte Tohuwabohu in der Anfangsphase, um an Gibbon vorbeizuziehen.
Das Feld war massiv durcheinander gewirbelt worden.
Nach der ersten Runde lag Reinert mit Vorsprung an der Spitze gefolgt von Albacete und Lacko. Mit Abstand fuhr Gibbon auf dem 4. Platz mit einer unbarmherzigen Verfolgermeute im Nacken, das musste der Engländer im Laufe der restlichen Runden noch erfahren.
Kursim, der sich eigentlich soviel ausgerechnet hatte, war auf den 10. Rang zurückgefallen, Lenz schon bis auf die 12. Position nach vorn geprescht.
Im Mittelfeld ging es weiter hart zur Sache, während sich das Spitzentrio locker etwas absetzen konnte. Ursprünglich hing auch noch Hahn in dieser Gruppe fest, schaffte es dann aber doch sich daraus zu lösen, und mal eben die schnellste Rennrunde fahrend schloss er auch schon bald auf das Führungstrio auf.
Der Lenzsche Vorwärtsdrang war weiter nicht zu stoppen, mittlerweile hing er auch mitten in dieser Kampftruppe. Das war natürlich jetzt schon ein anderes Kaliber als die Konkurrenten, an denen er zuvor lässig vorbeigezogen war. Etwa sechs Runden brauchte der junge MAN-Pilot, dann war er auch hier durch, er war jetzt Fünfter. Das Quartett an der Spitze war aber schon zu weit enteilt, um überhaupt in Erwägung zu ziehen, dass Lenz bei der Vergabe der Podiumsplätze noch ein Wörtchen mitreden könnte.
Mit dem Erreichen des 5. Platzes durch solch einen spektakulären Husarenritt konnte Lenz das Pech aus dem ersten Rennen zwar nicht wettmachen, aber es war zumindest Balsam für die eigene Seele.
An der Spitze bereitete man sich auf den großen Showdown vor. Eigentlich glaubte niemand, dass Lacko vor den eigenen Fans bei dieser Ausgangslage sich kampflos mit dem augenblicklich 3. Platz zufrieden geben würde. Hahn hielt sich da eher zurück, getreu der Strategie, die er schon die ganze Saison über verfolgt. „In den ersten punktereichen Tagesrennen kräftig FIA-Zähler sammeln, in den anschließenden Rennen locker mitfahren und einfach mitnehmen, was man bekommen, ohne ein größeres Risiko einzugehen.“ Also von dem hinter ihm liegenden Titelverteidiger hatte Lacko keine Gefahr zu befürchten, so konzentrierte er sich ganz nach vorn.
Zunächst also Albacete. Aber so sehr die Zuschauer ihren Local Hero gerade in der letzten Runde auch nach vorn schreien wollten, der Spanier konterte jede Attacke, und an Reinert, der ein absolut fehlerfreies Rennen fuhr, kam Lacko erst gar nicht heran.
So musste sich der Freightliner-Pilot am Ende doch mit dem 3. Platz zufrieden geben. Hinter Lenz kam Steffi Halm als Sechste ins Ziel gefolgt von Rodrigues, Kursim, Janiec und Gibbon, der sich mit dem 10. Platz noch den letzten FIA-Punkt sicherte.
Im Grammer-Cup stand der Engländer dafür dann aber ganz oben auf dem Podium vor Janes und Recuenco, der später seinen 3. Platz wegen einer Zeitstrafe wieder abgeben musste.
Die Teamwertung ging an „Löwen Power“ (Albacete / Lenz) vor „Die Bullen von Iveco Magirus“ (Hahn / Steffi Halm) und Buggyra Racing 1969 (Lacko / Janes).

Impressionen:

Der Samstag in Most Teil 3 - Zweiter Saison-Sieg für Reinert
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