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Sommerpause nach dem Saisonhighlight

Sommerpause nach dem Saisonhighlight

08. August 2019Der 4. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship, der 34. TGP am Nürburgring, war mal wieder ein absolutes Highlight. Das Wetter war hervorragend, die Stimmung war topp, und vor allem waren die Ergebnisse ganz im Sinne der Fans. Für die Local-Heroes Jochen Hahn (Iveco) und Sascha Lenz (MAN) war es jeweils nicht nur das erfolgreichste Rennwochenende der bisherigen Saison, die beiden Deutschen stellten den Nürburgring beinahe auf den Kopf.
Dazu kam dann noch der grandiose Gastauftritt von Altmeister Gerd Körber, der auf seinem nicht mehr ganz taufrischen zweiten Schwabentruck-Iveco der „aufstrebenden Jugend“ noch einmal zeigte, wo es langgeht.
Insbesondere Titelverteidiger Hahn glänzte am Nürburgring, wo der fünffache Europameister auch schon ganz andere Rennwochenenden erlebt hat. Ganz nebenbei heimste der Schwabe dann noch den Titel des Truck-Master-Germany ein. In der FIA-Fahrerwertung vergrößerte der Titelverteidiger seinen Vorsprung auf 67 Punkte.
Bei den Verfolgern haben sich einige Verschiebungen ergeben. Nun ist der Spanier Antonio Albacete (MAN) Hahns härtester Konkurrent im Titelkampf. Doch das kann sich sehr schnell wieder ändern, schließlich liegen die Verfolger nur um wenige Punkte auseinander. Der Tscheche Adam Lacko (Buggyra Freightliner) galt bereits vor der Saison als schärfster Rivale des Titelverteidigers, führte nach dem Saisonauftakt in Misano die Meisterschaftswertung auch an und muss sich nun zusammen mit dem Ungar Norbert Kiss (Mercedes Benz) in die Gruppe der unmittelbaren Verfolger einreihen.
Auch die Iveco-Pilotin Steffi Halm und Lenz haben noch gute Aussichten bei der FIA-Zeremonie am 6. Oktober in Madrid auf dem Podium der drei „Gekrönten“ zu stehen.
Jetzt steht aber erst einmal eine fast sechswöchige Pause an. Urlaub wird es bei den meisten nur ganz wenige Tage geben. Diverse PR-Termine müssen wahrgenommen werden – den Sponsoren reicht allein der Sticker auf dem RaceTruck schon lange nicht mehr. Es gilt die Erkenntnisse aus den Datenaufzeichnungen der ersten Saisonhälfte, in Verbesserungen der RaceTrucks umzusetzen – und nicht zuletzt, zu schrauben gibt es immer etwas.
Nach dem Rennwochenende in Most wird es extrem eng. Standen für die ersten vier Läufe noch acht Wochen zur Verfügung, gehen die vier Läufe der zweiten Saisonhälfte in gerade mal fünf Wochen über die Bühne. Da ist man dann auch besser auf alle Eventualitäten vorbereitet.