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Der Sonntag am Slovakiaring Teil 1 - Hahn erneut auf Pole

Der Sonntag am Slovakiaring Teil 1 - Hahn erneut auf Pole

07. Juli 2019Slovakiaring - In der Nacht zum Finaltag des 3. Laufs zur FIA European Truck Racing Championship auf dem nahe Bratislava gelegenen Slovakiaring waren gelegentlich ein paar Regentröpfchen niedergegangen, Abkühlung brachten sie aber nicht. Schon am frühen Morgen zeigte das Thermometer bei leicht bewölktem Himmel bereits wieder mehr als 25 Grad. Die Piste selbst war natürlich noch nicht so aufgeheizt, da es die Sonne auch nur vereinzelt schaffte, durch Wolkenlücken zudringen. So verwunderte es auch nicht, dass die Rundenzeiten im morgendlichen WarmUp – mit gebrauchten Reifen – wieder einmal wesentlich schneller waren als im Qualifying oder gar im Rennen.
Der Tscheche Adam Lacko fuhr mit seinem Buggyra Freightliner wie schon am Vortag die schnellste Runde. Mit 2:42,931 blieb er als einziger Truckracer unter der 2:43er-Marke, das war natürlich auch die schnellste Zeit des Wochenendes.
Andererseits hatten einzelne Teams zuvor schon angekündigt, das WarmUp noch einmal zum Testen technischer Änderungen nutzen zu wollen. Sie würden wahrscheinlich nur einige Passagen mit letzter Konsequenz fahren. Bis zum Beginn des anschließenden Qualifikationstrainings waren es beinahe dreieinhalb Stunden, so wäre ausreichend Zeit gewesen, Änderungen wieder zurückzubauen, sollte es nicht so geklappt haben, wie erhofft.
Als es dann ins Qualifying ging, war es mittlerweile mittags. Das Thermometer lag knapp unter der 30-Grad-Marke, dabei hatten die Wetterfrösche doch mindesten 5 bis 6 Grad weniger vorhergesagt als an den Vortagen. Der Asphalt war offensichtlich aber noch nicht wieder so extrem aufgeheizt.
Der Iveco-Pilot René Reinert legte mit 2:43,808 die schnellste Rundenzeit vor, so schnell war der Deutsche am ganzen Wochenende noch nicht unterwegs gewesen. Knapp 3 Zehntel dahinter lagen der Ungar Norbert Kiss (Mercedes Benz) sowie die beiden Deutschen André Kursim (Iveco) und Sascha Lenz (MAN). Vervollständigt wurden die Top-Ten für die anschließende SuperPole durch Lacko, den beiden deutschen Iveco-Piloten Jochen Hahn und Steffi Halm, MAN-Pilot Luis Recuenco (ESP), dem Engländer Oly Janes (Buggyra Freightliner) und Fabio Citignola (Mercedes Benz). Damit schaffte der junge Deutsche tankpool24-Pilot an seinem erst dritten Truckracing-Wochenende erstmals den Sprung in die SuperPole.
Anschließend gab es dann ein Novum.
Dem spanischen MAN-Piloten Antonio Albacete war seine schnelle Runde wegen Verlassens der Strecke (Track Limit) gestrichen worden. Darüber gab es scheinbar jedoch größere Diskussionen.
Zunächst wurde der Start der SuperPole um 5 Minuten verschoben. Laut einem anschließenden Statement der Rennleitung wurde Albacete unter Vorbehalt doch zur SuperPole zugelassen, so waren aus den Top-Ten nun Top-Eleven geworden.
Hahn hatte sich offensichtlich beim Qualifying etwas Zurückhaltung auferlegt, in der SuperPole legte der Iveco dann richtig los und verbesserte sich um rund eineinhalb Sekunden auf 2:43,312, für den Altensteiger die fünfte Pole von bisher sechs möglichen. Kiss benötigte 2 Zehntel mehr, und mit etwas größerem Abstand folgten Lacko, Steffi Halm, Kursim, Reinert, Lenz (die beide an ihre Qualifying-Zeiten nicht mehr herankamen), Albacete, Recuenco, Janes und Citignola.
Anschließend gab es dann jedoch weitere Änderungen. Es wurden auch anderen Piloten die im Qualifying wegen „Track Limit“ aberkannten Zeiten wieder gutzuschreiben.
So rutschte Citignola auf den 12. Startplatz, da die dem Engländer Jamie Anderson (MAN) ursprünglich gestrichene Zeit etwas schneller war als die des Mercedes-Piloten.