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Der Freitag am Slovakiaring

Der Freitag am Slovakiaring

05. Juli 2019Slovakiaring - An dem rund 40 Kilometer östlich der slowakischen Hauptstadt Bratislava gelegenen Slovakiaring findet an diesem Wochenende der 3. Lauf der FIA European Truck Racing Championship statt. Vom Hungaroring, wo die Truckracer ja noch vor gut zwei Wochen ein Stelldichein gegeben hatten, sind es gerade mal 185 Autokilometer. So hatten sich denn auch zwischenzeitlich nicht alle Teams in heimatliche Gefilde begeben, manche waren gleich ganz in der Gegend geblieben, andere stellten zumindest einen Teil ihres umfangreichen Equipements bei befreundeten Werkstätten ab.
Wo auch immer man die Zeit zwischendurch verbracht hatte, überall war es heiß gewesen. So in etwa soll es auch an den beiden Renntagen werden, bis 33 oder gar 35 Grad, mit etwa und 12 bis 14 Sonnenstunden am Tag. Da ist jedes kleine Wölkchen hoch willkommen, solange es keinen Regen bringt – so hoffen zumindest die meisten Teams und Piloten. Auch erfischende Brisen wird man nicht abgeneigt, allerdings – so die Wetterprognosen – kann es dann auch mal kurzfristig zu heftigen Windböen mit Stärken von 6 bis 7 Beaufort geben.
Die Truckracer haben gerade hier am Slovakiaring ja auch schon alles erlebt.
Heute standen zunächst die Presse- und VIP-Fahrten an. Auf der 6 Kilometer langen Strecke verloren sich allerdings die dreizehn angetretenen RaceTrucks ein wenig. Der tschechische MAN-Pilot Frankie Vojtisek hatte noch kurzfristig abgesagt, der französische „Permanent Pilot“ Dominique Orsini musste mit seinem Team erst einmal eine aufwendige Motorreparatur an seinem Mercedes vornehmen.
Das offizielle 1. Freie Training nutzten dann eigentlich alle, um mal eine komplette Renndistanz zu fahren, manche legten gar noch was drauf. Titelverteidiger Jochen Hahn war mit seinem Iveco Schnellster und erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 130 km/h. Da der Slovakiaring ja bekanntermaßen ein „Reifen-Mörder“ ist, ließen sich einige Piloten zum 2. Freien Training noch einmal neue Reifen aufziehen, um anschließend erneut eine komplette Renndistanz zu fahren. Die Sonne brannte nicht mehr so vom Himmel, der Asphalt war folglich auch nicht mehr ganz so heiß, es verwunderte schließlich nicht, dass sich alle Starter noch einmal verbessern konnten. Erneut fuhr Hahn mit 2:43,465 die schnellste Runde des Tages und knackte so auch deutlich die 130er-Marke. Kaum langsamer waren aber auch MAN Pilot Antonio Albacete (ESP) und der Tscheche Adam Lacko (Buggyra Freightliner) die ebenfalls einen Stundenschnitt von mehr als 130 Kilometern auf die Piste legten.
Gegen halb acht Uhr abends endete mit dem Drivers’ Briefing der längste offizielle Truckracing-Arbeitstag der Saison. Schließlich war man gegen 10 Uhr morgens erstmals auf die Strecke gegangen, mit 220 Minuten Pistenzeit gab es auch diesbezüglich den längsten Tag des Jahres.