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Sechzehn Full Season Trucks in der FIA European Truck Racing Championship

Sechzehn Full Season Trucks in der FIA European Truck Racing Championship

29. April 2019Vier Wochen vor dem Saisonstart der FIA European Truck Racing Championship ist in der Regel Deadline, will man sich als „Permanent“- oder auch „Full Season“-Pilot für die Meisterschaft einschreiben. Anfang der Woche hat die FIA nun die Liste derer veröffentlicht, die sich 2019 für die ganze Saison angemeldet haben – insgesamt sind es eine Pilotin, Steffi Halm, und fünfzehn Piloten.
Angeführt wird das Feld von Titelverteidiger Jochen Hahn, der für den erwartet harten Fight um die Meisterschaft seinem IVECO-RaceTruck eine komplette Rundum- Erneuerungskur „gegönnt“ hat. Bei den Test-Runden in Most hat der fünfmalige Champion gezeigt, dass sein Renner hervorragend läuft. Insgesamt war IVECO dort zwar mit fünf RaceTrucks vertreten, doch Hahn-Sprössling Lukas bereitete dort den 2017er für die Rennen um den Mittelrhein-Cup beim Truck Grand Prix am Ring vorbereitet.
Außer Jochen Hahn und Steffi Halm, die erneut auch das „Die Bullen von IVECO Magirus“-Team bilden werden, starten auf IVECO noch deren beiden deutschen Landsleute André Kursim und René Reinert, der in dieser Saison ja die Marke gewechselt hat.
MAN ist mit insgesamt sieben RaceTrucks wieder am stärksten im Feld vertreten. Angeführt wird diese Armada von dem Duo Antonio Albacete (ESP) und Sascha Lenz (GER), die auch das neue „Löwen Power“-Team bilden. Zum MAN-Kontingent gehören zudem noch das Familien-Team Jose und Eduardo Rodrigues aus Portugal, die als „Reboconort Racing“ auch für das FIA-Team-Championat gemeldet sind, die beiden Briten Jamie Anderson und Terry Gibbon sowie Luis Recuenco (ESP).
Der zweifache Champion Norbert Kiss ist mit seinem tankpool24-Truck der wohl stärkste der drei Mercedes-Benz-Piloten. Der Ungar hat in diesem Jahr einen neuen Partner im tankpool24-Racing-Team, den gerade mal 20-jährigen Fabio Citignola aus dem badischen Karlsdorf. Der junge Pilot hat das Rennfahren von der Pike auf gelernt, war zuletzt gar in einem Audi-GT4 sehr erfolgreich unterwegs, an die neuen Dimension eines RaceTrucks wird er sich aber noch gewöhnen müssen.
Damit wird der dritte Mercedes-Pilot im Feld, der Franzose Dominique Orsini, keine Probleme mehr haben, schließlich ist er etwa so lange schon im Truckracing unterwegs, wie sein junger Markenkollege alt ist.
Vierte Marke im Feld sind die beiden Buggyra Freightliner mit dem Tschechen Adam Lacko und seinem britischen „Buggyra Racing 1969“-Teampartner Oliver Janes. Lacko hat einen komplett neuen Renner. Damit präsentierte er sich bei den Tests auf seiner Hausstrecke als Hahns schärfster Widersacher bei dessen Projekt Titelverteidigung. Die Meisterschaft wird aber sicherlich nicht allein unter diesen beiden entschieden, auch wenn sie schon in der vergangenen Saison die ersten beiden Plätze belegt haben. Schließlich – so heißt es – haben auch die MAN aus dem Team Löwen-Power noch etwas in der Hinterhand.
Aber auch Norbert Kiss mit dem tankpool24-Mercedes kann dem vorgenannten Quartett kräftig in die Suppe spucken.
Und auch die drei anderen IVECO-Renner – im Ursprung ja allesamt Hahn-Autos – haben absolutes Podiumspotential und könnten durchaus das Zünglein an der Waage sein, wenn es hart auf hart kommt.
Mit insgesamt sechs Piloten stellt Deutschland mehr als ein Drittel des Sieben-Nationen-Feldes, drei kommen aus Großbritannien, je zwei aus Spanien und Portugal und jeweils einer aus Tschechien, Ungarn und Frankreich.