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Der Samstag in Jarama Teil 1 - Jochen Hahn holt überlegen die Pole

Der Samstag in Jarama Teil 1 - Jochen Hahn holt überlegen die Pole

06. Oktober 2018Jarama - Bei wolkenlosem Himmel und Temperaturen um die 10 Grad konnten die Piloten des 8. Laufs der FIA Europan Truck Racing Championship auf dem Circuito del Jarama nördlich von Madrid im 1. Freien Training erste Erfahrungen mit dem vor wenigen Wochen neu aufgetragenen Belag sammeln. Ohne Lokalmatador Antonio Albacete (MAN), der ja schon am Donnerstag Demofahrten hatte machen können und deshalb ein Freies Training ausließ, fuhr der neue Champion Jochen Hahn (Iveco) mit 1:57,762 die schnellste Runde. Titelverteidiger Adam Lacko (Buggyra Freightliner) aus Tschechien war rund 2 Zehntel langsamer, blieb aber auch noch unter der 1:58er-Marke.
So schnell war man im letzten Jahr nicht auf dem Circuito del Jarama.
Ins 2. Freie Training ging dann das komplette 26er-Feld, darunter waren in Jarama einmal mehr drei Generationen der portugiesischen „Truckracing-Familie“ Rodrigues mit Familienoberhaupt Eduardo, Sohn José und Enkel José Eduardo.
Der Ungar Norbert Kiss unterbot mit seinem tankpool24-Mercedes gleich mal Hahns vorherige Bestzeit, wenn auch nur um 62 Tausendstel. So wartete man gespannt auf die Reaktion des deutschen Iveco-Piloten - doch bevor er und die restliche Hälfte des Feldes ihre erste schnelle Runde beenden konnten, gab es einen Abbruch. Ein Truck stand abseits der Piste etwas sehr ungünstig und musste von dort erst einmal wegbewegt werden.
Anschließend schlug Hahn sofort zurück: 1:56,749, damit distanzierte er die Konkurrenz gleich mal um rund eine Sekunde und mehr.
Doch die ließ natürlich nicht locker, steigerte sich auch immer mal wieder und zum Schluss kam Albacete tatsächlich bis auf 76 Tausendstel an Hahns Superzeit heran.
Neben Kiss blieb schließlich auch noch der deutsche MAN-Pilot René Reinert unter der letztjährigen Schallmauer von 1:58 Minuten.
Um die Mittagszeit stand das Zeittraining an, das Thermometer zeigte mittlerweile über 20 Grad. Die Truckracer ließen es in der Aufwärmrunde doch recht langsam angehen. Bevor der letzte zu seiner ersten schnellen Runde antreten konnte, war schon die Hälfte der 10minütigen Qualifikationszeit vorüber.
Hahn setzte erneut das Maß mit 1:56,914, Albacete war auch nur 2 Zehntel langsamer. Andererseits galt es zunächst ja auch einmal nur, sich für die Top-Ten der SuperPole zu qualifizieren. Bis einschließlich zum Sechsten fuhren alle 1:57er-Zeiten, wähnten sich damit bereits unter den Top-Ten und fuhren langsam wieder in die Box. Es galt Reifen zu schonen, zumal noch niemand Erfahrungen damit hatte, wie sehr der neue Belag das Gummi strapazieren würde.
Um den zehnten und letzten Platz für die SuperPole wurde allerdings bis zum letzten Moment hart gekämpft. Schließlich hatte die deutsche Iveco-Pilotin Steffi Halm als Elftplatzierte um 6 Hundertstel das Nachsehen.
Neben Hahn und Albacete schafften so Kiss, die beiden Deutschen Sascha Lenz (MAN) und André Kursim (Iveco), Lacko, Reinert sowie die drei MAN-Piloten Anthony Janiec (FRA), Shane Brereton (GBR) und José Rodrigues den Sprung in die SuperPole.
Hier zeigte Hahn einmal mehr, dass er zur Zeit den Takt vorgibt. Mit 1:56,536 fuhr er die bisher schnellste Zeit des Wochenendes und holte sich damit klar die Pole. Kiss fuhr auf den 2. Startplatz, war aber schon 7 Zehntel langsamer als der neue Champion.
Die weitere Startreihenfolge für das anschließende erste Rennen hieß Albacete vor Lenz, Lacko, Kursim, J.Rodrigues, Janiec, Reinert und Brereton.

Impressionen:

Der Samstag in Jarama Teil 1 - Jochen Hahn holt überlegen die Pole
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