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Der Sonntag in Le Mans Teil 3 - Sieg für Albacete im Schlussrennen

Der Sonntag in Le Mans Teil 3 - Sieg für Albacete im Schlussrennen

30. September 2018Le Mans - Nachdem der Kampf um das Fahrerchampionat und die Teammeisterschaft hier in Le Mans vor insgesamt 57.200 Zuschauern ja schon entschieden worden war, musste man aber nicht befürchten, es würde nun langweilig. Der Kampf um den 3. Platz auf dem Podium bei der Abschlussfeier in einer Woche in Jarama stand nun klar im Focus.
Kiss hatte hier vor dem Rennen zwei Pünktchen Vorsprung vor Albacete, und im Hintergrund lauerte Lenz, der ja auch nur 4 Punkte weniger auf dem Konto hatte als der Spanier.
Im Moment sprach allerdings erst einmal alles für Albacete, lag er doch neben Polesetter Smith in der ersten Startreihe, und der Engländer kann ja bekanntlich keine FIA-Punkte mehr einfahren.
Aber Albacete wollte nicht nur Punkte, er wollte den Sieg. Schon nach dem Start übernahm er die Führung mit Smith direkt im Schlepptau. Und wie wir es hier an diesem Wochenende schon mehrfach gesehen hatten, wenn sich die zwei an der Spitze nicht ins Gehege kommen, man sich dahinter aber kräftig bekämpft, kann sich das Führungsduo schnell absetzen. Genauso war es auch jetzt.
Steffi Halm war an José Rodrigues vorbeigezogen und führte vor dem Portugiesen das Verfolgerfeld an. Der, von dem man eigentlich erwartet hatte, dass er im Startgerangel ganz nach vorn stürmen würde - und das ist ihm ja schon öfters gelungen, der Mercedes-Pilot Kiss, war diesmal aber gleich anfangs von Platz fünf auf die 11. Position zurückgefallen. Damit hatte sich ein möglicher Zweikampf in diesem Rennen zwischen dem Ungarn und Albacete schon erledigt. Das Feld insbesondere der Top-Ten ist derart ausgeglichen, dass man sich da im Laufe des Rennens nicht mehr so einfach vom Mittelfeld an die Spitze durchschlägeln kann.
Der Spanier konnte jetzt also in aller Ruhe das Rennen zu Ende fahren und auch von Smith, der immer mal wieder dichter aufschloss, schien weiter keine Gefahr für den Start-Ziel-Sieg Albacetes auszugehen. Doch etwa Mitte des Rennens nutzte Hahn eine kleine Unaufmerksamkeit seiner „Die Bullen von Iveco Magirus“-Teamkollegin Steffi Halm und zog vorbei. Dann setzte der neue Champion doch tatsächlich zur Verfolgung des Führungsduos an, fuhr locker mal die schnellste Rennrunde, doch die Spitze war letztendlich schon zu weit enteilt, um wirklich noch einmal gefährlich nah aufzuschließen. So gab sich der nun fünffache Champion hinter Albacete und Smith mit dem 3. Platz auf dem Podium zufrieden.
Vierte wurde schließlich Steffi Halm vor José Rodrigues, Kursim und Lenz. Erneut gab es ein erbittertes Duell zwischen Titelverteidiger Lacko und MAN-Pilot Reinert, diesmal um den 8. Platz. Und wieder hatte Lacko am Ende knapp die Nase vorn. Da beide Piloten diesmal ohne Strafsekunden blieben, konnten sie den achten und 9. Platz auch behalten. Zehnter wurde Kiss, und da Smith ja keine Punkte bekam, heimste der Elftplatzierte, MAN-Pilot Jamie Anderson (GBR), den letzten FIA-Punkt ein.
Für den Engländer bedeutete dies auch den Sieg im Grammer-Cup vor dem Deutschen Steffen Faas (Mercedes) und Janes.
„Die Bullen von Iveco Magirus“ (Hahn / Steffi Halm) gewannen zum vierten Mal an diesem Wochenende die Teamwertung vor Truck Sport Lutz Bernau (Albacete / Recuenco) und Reinert Adventure (Lenz / Reinert).
In der Championatswertung hat der neue Meister Hahn nun 336 Punkte. Es folgen Lacko (234), Albacete (209), Kiss (203), Lenz (200), Steffi Halm (181), Kursim (144) und Reinert (137).

Impressionen:

Der Sonntag in Le Mans Teil 3 - Sieg für Albacete im Schlussrennen
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