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Der Samstag in Le Mans Teil 2 - Jochen Hahn gewinnt das erste Rennen

Der Samstag in Le Mans Teil 2 - Jochen Hahn gewinnt das erste Rennen

29. September 2018Le Mans - Bei weiterhin phantastischem Spätsommerwetter stand vor dem ersten Rennen des Wochenendes die wohl längste „Startaufstellung“ an, die es bisher im Truckracing gegeben hat. Mancher Gridwalk verbunden mit einer Fahrerparade hat sicherlich auch schon recht lang gedauert, aber der A.C.O., der Veranstalter der 24H, hatte sogar rund eine Stunde eingeplant.
Insgesamt rund 50 RaceTrucks aus dem FIA-Championat und der Französischen Meisterschaft plus zwei Pace-Trucks wurden auf der Startgeraden platziert. Die Trucks standen beinahe im rechten Winkel mit dem Heck an der Startmauer, davor stellten sich schließlich die Piloten und jeweils vier Teammitglieder auf.
Anschließend fuhr ein Kamerawagen die mehrere Hundert Meter lange Strecke ab, dazu gab es die Französische Nationalhymne live vorgetragen mit Orchester. Der A.C.O. macht dies in diesem Jahr bei allen Großveranstaltungen in der Tradition des 24-Stunden Rennens.
Schließlich fuhren die Trucks des Championat de France wieder in ihre Boxen, und die FIA-Trucks machten sich bereit für die „richtige“ Startaufstellung mit Lenz auf der Pole und Hahn auf dem 2. Startplatz rechts daneben.
Eigentlich war klar, wirklich aufs Ganze gehen würde Hahn hier nicht, zumal Lacko, sein schärfster Meisterschaftskonkurrent, auf Startplatz sieben stand. Von da aus würde es für den Tscheche bei diesen äußeren Bedingungen - Lacko ist der ja der Spezialist für Regen - wohl sehr schwierig sein, noch ganz nach vorn zu fahren.
Den Start gewann Lenz auch von Hahn völlig unbedrängt. Doch etwas später aber wurde der Lenz-MAN etwas weiter aus der Kurve getragen. Diese überraschende „Einladung“ nahm der vierfache Europameister gern an, zog gefahrlos vorbei und übernahm die Spitze.
Während sich das Führungsduo anschließend problemlos immer weiter absetzte, machten dahinter alle Jagd auf Kursim, der ein großes Verfolgerfeld anführte. Der junge Iveco-Pilot musste wohl mehr in den Rückspiegel schauen als nach vorn. Kiss hing ihm ständig auf der Stoßstange, doch auch der tankpool24-Pilot wurde wiederum hart bedrängt.
Mitte des Rennens war der Widerstand des jungen Deutschen gebrochen. Innerhalb von nur zwei Runden zogen Kiss, Albacete, Reinert, Smith, Steffi Halm und Lacko an Kursim vorbei. Der Iveco-Pilot fand sich plötzlich auf der 9. Position wieder.
An dem Sieg von Hahn und dem zweiten Platz von Lenz gab es nichts mehr zu rütteln, höchst spannend blieb aber der Fight um den dritten Podiumsplatz.
Den entschied Kiss schließlich knapp für sich und gab Albacete um eine halbe Sekunde das Nachsehen.
Mit etwas Abstand, aber auch unbedrängt von hinten folgte Reinert vor Lacko und Steffi Halm. Der Tscheche hatte der Iveco-Pilotin noch in der letzten Runde den 6. Platz abgejagt und schließlich mit 4 Zehntel Vorsprung ins Ziel gerettet.
Wenige Runden vor Schluss war Smith plötzlich weit zurückgefallen und gab anschließend ganz auf. So fuhr Kursim schließlich noch auf den 8. Platz, gleichzeitig ja auch die Pole für das Folgerennen.
Die beiden übrigen Punkteränge gingen an José Rodrigues und den Engländer Shane Brereton (MAN).
Brereton gewann auch den Grammer-Cup vor seinen beiden englischen Landsleuten und MAN-Markenkollegen Jamie Anderson und Terry Gibbon.
Die Teamwertung ging wieder einmal an „Die Bullen von Iveco Magirus“ (Hahn / Steffi Halm) vor Reinert Adventure (Lenz / Reinert) und tankpool24 (Kiss / Faas).

Impressionen:

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