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Der Samstag in Zolder Teil 1 - Pole für Albacete

Der Samstag in Zolder Teil 1 - Pole für Albacete

15. September 2018Zolder - Die Nacht zum ersten Renntag des 6. Laufs der FIA European Truck Racing Championship im belgischen Zolder war nahezu wolkenlos. Es war allerdings auch extrem kühl, die Temperaturen bewegten sich schon im einstelligen Bereich. So hatte sich ein Feuchtigkeitsfilm über alles gelegt, was nicht überdacht war.
Die noch schwache Sonne schafft es bis zum frühmorgendlichen WarmUp auch nicht, den Asphalt wieder abzutrocknen. Die Truckracer tasteten sich deshalb langsam ans Limit heran. So verwunderte es auch nicht, dass vielfach erst in der letzten Runde die schnellsten Zeiten gefahren wurden.
Der Deutsche Jochen Hahn fuhr mit 1:59,822 Bestzeit. Neben dem Iveco-Piloten blieb nur der Spanier Antonio Albacete (MAN) unter der 2-Minuten-Grenze. Man war also noch weit entfernt von den eigenen Top-Zeiten. Mehr denn je wurde das WarmUp schließlich auch als Funktionstest genutzt, hatten doch einzelne Teams bis weit in die Nacht an ihren Rennern gearbeitet.
Das erste Zeittraining begann mit einer viertelstündigen Verspätung. Zuvor hatte ein Truck aus der Holländischen Meisterschaft kräftig Öl verloren, die Piste musste erst einmal gesäubert werden.
Hahn markierte mit 1:58,731 die schnellste Runde, der Tscheche Adam Lacko war mit seinem Buggyra Freightliner gerade mal 2 Zehntel langsamer, doch Spitzenzeiten waren das immer noch nicht. Dennoch waren sich viele Piloten sicher, dass es schon für die SuperPole der Top-Ten reichen würde, und fuhren nach nur einer schnellen Runde zwecks Reifenschonung wieder in die Box.
Neben Hahn und Lacko schafften schließlich noch MAN-Pilot René Reinert (GER), der Ungar Norbert Kiss (Mercedes-Benz), ein MAN-Trio mit Sascha Lenz (GER), Albacete und José Rodrigues (POR) sowie die drei Deutschen Steffi Halm (Iveco), Steffen Faas (Mercedes-Benz) und André Kursim (Iveco) den Sprung in die SuperPole.
Nach einer Pause von fünf Minuten unter Parc Fermé-Bedingungen ging es in die endgültige Entscheidung über die Startplätze in den ersten Reihen.
Hier schockte erst einmal Albacete die Konkurrenz, als er sich um rund eineinhalb Sekunden gegenüber dem vorherigen Qualifying verbesserte, und sich so an die Spitze der SuperPole-Piloten setzte. Auch Hahn und Lacko hatten noch einmal zugelegt, lagen aber knapp 2 Zehntel hinter dem Spanier.
Nach einer Cooldown-Runde traten schließlich alle noch einmal kräftig aufs Gas. Hahn fuhr 1:57,828, damit schien dem Deutschen die Pole sicher. Doch Albacete konterte sofort, mit 1:57,332 fuhr der MAN-Pilot nicht nur die schnellste Runde, sondern nahm dem vierfachen Europameister auch mal locker fast eine halbe Sekunde ab.
Hinter Polesetter Albacete und Hahn lautete die weitere Startreihenfolge für das erste Rennen Lacko, Reinert, Kursim, Kiss, Lenz, Steffi Halm, Faas und José Rodrigues.