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Vorbericht Most

Vorbericht Most

30. August 2018Sieben lange Wochen mussten die Fans der FIA European Truckracing Championship nun warten, bevor es am kommenden Wochenende mit dem 5. Lauf auf dem Autodrom im tschechischen Most in die zweite Saisonhälfte geht. Für die meisten Teams gibt es wohl kaum eine Rennstrecke, für die so viele Vergleichswerte vorliegen, wie für das Autodrom in Most. Schließlich treffen sich hier jeweils rund vier Wochen vor Saisonbeginn viele Teams zu mehrtägigen Tests.
In der Sommerpause lag die Betonung insbesondere für die Top-Teams ganz und gar nicht auf Pause, sondern es wurde kräftig gearbeitet und verbessert – so hofft man wenigstens.
Vielfach gab es zwar auch einige Testfahrten, aber eben nicht auf Strecken, für die wirklich belastbare Vergleichswerte vorliegen.
In Most nun können die Teams schon in den ersten Freien Trainings erkennen – Pressefahrten stehen diesmal nicht auf dem Programm, ob sich die theoretischen Verbesserungen auch praktisch in schnelleren Rundenzeiten niederschlagen.
Insgesamt sind achtzehn RaceTrucks gemeldet. Angeführt wird das Feld vom vierfachen Champion Jochen Hahn (Iveco) aus Deutschland und dem Lokalmatadoren und Titelverteidiger Adam Lacko (Buggyra Freightliner). Außer den beiden MAN-Piloten Ryan Smith (GBR) und Anthony Janiec (FRA), der ja auch nur „Race-by-Race“ antritt und sich ansonsten in diesem Jahr ganz auf die Französische Meisterschaft konzentriert, ist die TopTen vollständig am Start.
Mit den drei Briten Jamie Anderson (MAN), Oli Janes (Buggyra Freightliner) und
Terry Gibbon (MAN), dem Spanier Luis Recuenco, dem Portugiesen José Eduardo Rodrigues (beide MAN) sowie dem Mercedes-Benz-Piloten Steffen Faas aus Deutschland werden gleich sechs Piloten ihr Most-Truckracing-Renndebüt geben.
Seit jeher sind die Rennen in Most für die deutschen Piloten, die allein ein Drittel aller Starter stellen, so etwas wie ein zweites Heimrennen. Für Truckracing-Fans gerade aus dem Süden und dem Osten Deutschlands ist Most ja auch erheblich näher als der Nürburgring.
So gibt es denn auch schon traditionell die Streckenkommentare auf tschechisch und deutsch.
Mit zehn RaceTrucks stellt MAN allein mehr als die Hälfte der Starter, dazu kommen drei Iveco, je zwei Freightliner und Mercedes-Benz sowie ein Scania.
Auf den drei Top-Plätzen stehen derzeit allerdings ein Iveco – mit Hahn – ein Freightliner – mit Lacko – und ein tankpool24-Mercedes-Benz – mit dem Ungarn Norbert Kiss. Es ist durchaus vorstellbar, dass man bei MAN nun versucht, alles daran zu setzen, nicht nur numerisch gut dazustehen. Die zweite Saisonhälfte dürfte dann noch einmal ganz, ganz spannend werden.

Impressionen:

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