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Der Samstag am Hungaroring Teil 3 - Lacko gewinnt zweites Tagesrennen

Der Samstag am Hungaroring Teil 3 - Lacko gewinnt zweites Tagesrennen

16. Juni 2018Hungaroring - Zunächst einmal gab es eine Überraschung in der Startaufstellung zum zweiten Tagesrennen, nicht Brereton stand – nach seinem ja ursprünglich 8. Platz im vorherigen Rennen – auf der Pole, sondern der eigentlich neuntplatzierte Lacko. Der Engländer belegte den anderen Startplatz in der ersten Reihe. Sein hier erwarteter Landsmann Smith fand sich stattdessen am Ende des 17-Feldes wieder. Wegen der Kollisionen im Rennen zuvor – einmal mit Albacete, einmal mit Lacko – bekam er gemäß einer Entscheidung der Rennkommission nachträglich – und kurz vor dem Start verkündet – noch zweimal 30 Sekunden Strafzeit, das hieß vorletzter Platz.
Für Lacko bedeutete das jetzt so etwas wie ein Matchball. Der Titelverteidiger auf Pole und daneben ein weniger rennerfahrener Brereton. Entsprechend eindeutig entschied der Tscheche das Startduell für sich.
Reinert klemmte sich direkt an die Stoßstange des Freightliners, während Brereton hauptsächlich damit beschäftigt war, die nominell ja doch schnelleren Verfolger im Zaum zu halten. So fuhr das unbedrängte Führungsduo rasch einen relativ sicheren Vorsprung heraus. Breretons Verfolgergruppe wurde von Steffi Halm angeführt, und schon bald schaffte es auch die Iveco-Pilotin, am MAN aus England vorbeizuziehen. Nun startete Lenz permanent Attacken auf seinen englischen Markenkollgen. Etwa eine halbe Runde lang konnte Brereton dem standhalten, dann war der junge Deutsche auch vorbei. In dessen Schlepptau versuchte dann auch noch Kiss an Brereton vorbeizuziehen. Dabei kam es zu einer relativ leichten, aber doch etwas unglücklichen Berührung, die der tankpool24-Mercedes schadlos überstand, für den englischen MAN hatte es aber fatale Folgen. Brereton hatte sich vorn rechts einen heftigen Reifenschaden eingefangen, das Rennen war für ihn beendet.
Im Prinzip schien nun alles entschieden. Der Vorsprung der Beiden an der Spitze war nicht mehr aufzuholen, Steffi Halm lag sicher auf dem 3. Platz, Lenz und Kiss waren sich noch nicht ganz einig, wer denn nun Vierter werden sollte, und Hahn fuhr auf der 6. Position ein relativ ruhiges, fast einsames Rennen.
Doch in der Schlussphase schien Lackos Freightliner nicht mehr ganz rund zu laufen, und Reinert witterte seine Chance. Mit 3 Zehntel Vorsprung rettete der Tscheche schließlich seinen Sieg ins Ziel.
Auch Steffi Halm schien am Ende – zumindest optisch – noch einmal etwas in Bedrängnis zu geraten. Beim Überqueren der Ziellinie war die Drittplatzierte denn auch nur noch 7 Zehntel schneller als Lenz, und in etwa gleichem Abstand folgte dann auch schon Kiss.
Hinter Hahn gab es auch noch kampfbetonte Duelle bis zum letzten Meter zwischen Kursim und Albacete um den 7. Platz, das der Deutsche für sich entschied, sowie um den neunten Rang zwischen dem Engländer Ray Coleman (MAN) und dem Mercedes-Piloten Steffen Faas (GER), wobei der MAN-Pilot das bessere Ende für sich hatte – scheinbar.
Denn Coleman erhielt anschließend wegen Overspeed eine 10-Sekundenstrafe, dadurch fiel er auf den 12. Platz zurück. Faas rückte um einen Rang vor, auf die 9. Position, und der letzte FIA-Punkt für den 10. Platz ging an Smith.
So gewann Faas auch den Grammer-Cup vor den beiden Engländern Oly Janes (Buggyra Freightliner) und Terry Gibbon (MAN).
Die Teamwertung ging an Reinert Adventure (Lenz / Reinert) vor Team „Die Bullen von Iveco Magirus“ (Hahn / Halm) und Buggyra Racing 1969 (Janes / Lacko).
In der FIA-Championatswertung führt Hahn nun mit 75 Punkten vor Steffi Halm (54), Kiss (46), Lenz (42), Lacko (39), Albacete (34), Reinert (33) und Kursim (25).

Impressionen:

Der Samstag am Hungaroring Teil 3 - Lacko gewinnt zweites Tagesrennen
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