Freitag, 27.11.2020 | Deutsch | English
Zolder Drumherum

Zolder Drumherum

20. September 2017Damit hatte im Vorfeld wohl niemand gerechnet, nicht in der Truckracing-Community und auch nicht im tankpool24-Team, dass die beiden Mercedes-Piloten Norbert Kiss (HUN) und André Kursim (GER) beim 7 Lauf zur FIA European Truck Racing Championship im belgischen Zolder drei der vier Rennen gewinnen würden – einmal gab es gar einen Doppelsieg. Das dann auch noch auf dem Circuit Zolder, nicht gerade eine der Rennstrecken, wo man bisher besonders geglänzt hatte.
Da das Team in den Tagen zuvor noch einen wichtigen PR-Termin in Norddeutschland hatte, schafften es André Kursim und sein Mercedes gar nicht zum Freien Training am Freitag.
Da der junge Pilot anschließend seine ersten beiden Truckracing-Siege einfuhr, unkte so mancher schon, Kursim solle doch künftig immer auf das Freie Training verzichten.
Einige Teams und Piloten verbinden mit dem idyllisch in viel Grün eingebetteten Circuit schon eher unangenehmere Erinnerungen. Das ist dann aber doch auch wohl mehr gefühlt als tatsächlich begründet. In Zolder biegen Truckracer seit jeher in die Zielgerade der Saison ein. Wenn man hier strauchelt hat, man nur noch wenig Möglichkeiten, das wieder auszubügeln. So bleibt das dann natürlich sehr viel stärker in Erinnerung als ein Patzer zu Anfang der Saison.
Als Adam Lacko mit seinem Freightliner wegen eines Getriebeschadens gleich im ersten Rennen liegen blieb, wurde dementsprechend schon geunkt, ob der „Zolder-Fluch“ nun auch das Buggyra-Team getroffen hätte. Andererseits ist der Vorsprung des Tschechen in der Meisterschaftswertung so groß, dass man sich wegen eines Ausfalls bei Buggyra sicher noch keine Gedanken machen musste. Anschließend fuhr Lacko dann auch wieder so souverän wie schon während der ganzen Saison, gegenüber seinem engsten Verfolger in der Meisterschaft, Iveco-Pilot Jochen Hahn (GER), büßte er gerade mal 7 Punkte ein.
Weiteren Gesprächsstoff lieferte das Wetter. Während der beiden eigentlichen Renntage, Samstag und Sonntag, konnte man sich ja wirklich nicht beklagen, aber während der Aufbautage, Donnerstag und Freitag, sowie am Montag, dem Abbautag, goss es in Strömen. Die Teams bekamen ihre Sachen gar nicht mehr trocken.
Nun sind alle auf dem Weg nach Le Mans. Hier hat der Wettergott in der Vergangenheit den Truckracern schon „übel“ mitgespielt, doch für die kommenden Tage viel Sonnenschein und vor allem kein Regen angekündigt.

Impressionen:

Zolder Drumherum
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