Freitag, 27.11.2020 | Deutsch | English
Der Sonntag in Zolder Teil 3 - Zweiter Sieg für Kursim

Der Sonntag in Zolder Teil 3 - Zweiter Sieg für Kursim

17. September 2017Zolder - Zur Freude der Truckracer und der vielen Zuschauer – eine offizielle Zahl gab es bisher noch nicht – hielt das Wetter vom Vormittag bis zum Abend durch. Und zur Freude des tankpool24-Teams konnte André Kursim seinen zweiten Sieg an diesem Wochenende und somit auch seinen zweiten in der FIA European Truck Racing Championship einfahren.
Dabei war man sich im Vorfeld im Team gar nicht so sicher, ob der Youngster Kursim gegen den mit allen Truckracing-Wassern gewaschenen zweifachen Europameister Vrsecky seine Pole würde behaupten können. Aber mit einem hervorragenden Start übernahm der Mercedes-Pilot gleich die Führung und gab sie dann bis zum Ziel auch nicht mehr ab.
Vrsecky dagegen musste sich mit allen erdenklichen Mitteln einer von Kiss angeführten Verfolgermeute erwehren. Diese Gruppe war höchst prominent besetzt, saßen doch dem Ungarn auch schon wieder Albacete, Lacko, Hahn sowie auch Lenz und Steffi Halm im Nacken.
Wie schon beim letzten Rennen in Most, bildete sich so hinter Vrseckys Buggyra ein kleiner RaceTruck-Stau. Denn natürlich sind solche auf Messers Schneide ausgefochtenen Positionskämpfe nicht dazu angetan, das Renntempo zu erhöhen, man verliert dabei einfach zuviel Zeit. So konnte Kursim seinen Vorsprung nach und nach ausbauen und einen ganz souveränen Start-Ziel-Sieg einfahren. Am Ende hatte der tankpool24-Pilot einen Vorsprung von fast 9 Sekunden.
So gemütlich hatte es sein Teamkollege Kiss nicht, denn der wollte unbedingt wie schon am Vortag, wieder einen Doppelsieg für sein Team einfahren. Bis zum Schluss attackierte er Vrsecky, doch der konnte jeden Angriff bestens parieren. Zudem musste sich der Ungar am Ende auch noch ganz stark nach hinten orientieren. Lacko war zwischenzeitlich an Albacete vorbeigezogen und klopfte nun seinerseits immer häufiger beim tankpool24-Mercedes an.
So war insbesondere in der letzten Runde das Bemühen von Kiss denn auch mehr drauf ausgerichtet, den 3. Platz zu verteidigen als den zweiten zu gewinnen.
Knapp hinter Vrsecky brachte er schließlich seinen Podiumsplatz um nicht einmal 2 Zehntel vor Lacko über die Ziellinie.
Im Sekundentakt folgten Albacete, Steffi Halm und Lenz.
Das Rennen war gerade zu einem Drittel vorüber, als Hahns Iveco plötzlich ohrenbetäubenden Krach von sich gab, es klang als gebe es Probleme mit der Abgasanlage. Innerhalb kürzester Zeit verlor der amtierende Europameister gleich drei Plätze, indem er Steffi Halm und Lenz sowie dann auch noch seinen Teamkollegen Körber passieren lassen musste. Der Iveco zog zwar weiterhin mit einer infernalischen Geräuschkulisse an den Zuschauern vorbei, aber er schien, sich auch wieder ein bisschen gefangen zu haben, und folgte seinem Schwesterfahrzeug, dem Schwabentruck-Iveco von Körber, wie ein Schatten. Seite an Seite fuhren die beiden Deutschen zum Schluss über die Ziellinie, um den Bruchteil eines Wimpernschlags hatte Hahn das bessere Ende für sich und holte sich so den achten Platz. Hinter Körber fuhr José Rodrigues auf dem letzten Punkterang ein.
Die Teamwertung ging ein weiteres Mal an tankpool24 (Kiss / Kursim) vor Buggyra Racing 1969 (Vrsecky / Lacko) und Reinert Adventure (Steffi Halm / Lenz).
Den Promoter’s Cup gewann Kursim – zum vierten Mal an diesem Wochenende. Zweiter wurde José Rodrigues vor dem portugiesischen Renaultpiloten José Teodosio.
In der Championatswertung geht Lacko mit großen Schritten dem Titelgewinn entgegen, der Tscheche hat nun 311 Punkte. Hahn folgt mit 258 vor Kiss (246), Steffi Halm (228), Albacete (193), Lenz (140) und Körber (102).

Impressionen:

Der Sonntag in Zolder Teil 3 - Zweiter Sieg für Kursim
Der Sonntag in Zolder Teil 3 - Zweiter Sieg für Kursim
Der Sonntag in Zolder Teil 3 - Zweiter Sieg für Kursim
Der Sonntag in Zolder Teil 3 - Zweiter Sieg für Kursim
Der Sonntag in Zolder Teil 3 - Zweiter Sieg für Kursim
Der Sonntag in Zolder Teil 3 - Zweiter Sieg für Kursim