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Der Freitag in Misano

Der Freitag in Misano

26. Mai 2017Misano - Bei den Rennen zur FIA European Truck Racing Championship auf dem Misano World Circuit an der italienischen Adria haben die Truckracer freitags eigentlich noch „frei“ – die Rennwochenenden hier sind traditionell 2-Tage-Events. Doch diesmal, beim zweiten Lauf der diesjährigen Meisterschaft, sind die Piloten und die eine Pilotin nun doch schon etwas eher gefordert. Mit Beginn der Saison wurde ein neues Speedcontroll-System zur Überwachung des Maximaltempos von 160 km/h. Ausgiebige Tests hatte es in der Vorsaison-Phase am lebenden Objekt – den RaceTrucks – noch nicht gegeben, das holte man jetzt zusammen mit den Teams in Misano nach.
Das Wetter animierte zwar eher zum Strandbesuch, dennoch schwangen sich die Truckracer bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 25 Grad – im Schatten – über 35 Grad – in der Sonne – und weit über 50 Grad, an manchen Stellen gar bis 55 Grad – auf dem Asphalt – in ihr heißes Cockpit und nutzten so die sich bietende Möglichkeit eines allem in allem fast eineinhalbstündigen Zusatztrainings.
Insgesamt sind 13 RaceTrucks gemeldet, außer dem Scania des Holländers Erwin Kleinnagelvoort die aller Full-Season-Pilots, dazu der MAN des Franzosen Thomas Robineau als Race-by-Race.
Kurzfristig ergab sich eine Änderung in der Besetzungsliste. Der – neben dem Tschechen Adam Lacko – etatmäßige zweite Buggyra Freightliner-Pilot, David Vrsecky, ist weiterhin verhindert. Beim Saisonauftakt in Spielberg wurde der Tscheche von dem slowenischen Piloten Alen Draganovic vertreten, in Misano übernimmt nun dessen Vater Enes das zweite Buggyra-Cockpit.
Auch wenn es nur darum ging, das neue Speedcontrol-System zu testen, gaben hier gleich wieder die den Takt vor, die auch schon beim Saisonauftakt in Spielberg vorn lagen – allen voran Titelverteidiger Jochen Hahn. Dem Iveco-Piloten am nächsten kamen seine deutsche Landsmännin Steffi Halm (MAN), deren spanischer Markenkollege Antonio Albacete und Hahns Iveco-Teampartner Gerd Körber.
Doch diese Ergebnisse haben letztendlich kaum Aussagekraft. Wie üblich wird es für die Top-Piloten eigentlich erst richtig ernst, wenn es morgen in der SuperPole um die Reihenfolge in der Startaufstellung für das erste Rennen geht.

Impressionen:

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