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Der Samstag in Le Mans Teil 2 - Jochen Hahn siegt und feiert seinen vierten Meistertitel

Der Samstag in Le Mans Teil 2 - Jochen Hahn siegt und feiert seinen vierten Meistertitel

08. Oktober 2016Le Mans - Der Himmel blieb weiter stark bewölkt, doch bei Jochen Hahn und seinem Team herrschte eitel Sonnenschein. Mit einem eindrucksvollen und hoch überlegenen Start-Ziel-Sieg holte sich der MAN-Pilot seinen vierten Meistertitel. Da Kiss vor Lacko auf den zweiten Platz fuhr, gewann der Tscheche nur 12 Punkte, Hahn deren aber 20. Damit hat der Altensteiger nun 43 Zähler mehr auf seinem FIA-Konto. Wenn Lacko nun alles gewinnen sollte, kann er aber nur noch 40 gewinnen.
Am Anfang sah es kurzfristig so aus, als könne Kiss dem Polesetter Hahn die Führung entreißen, doch dann setzte sich der MAN-Pilot doch durch und gewann unheimlich schnell an Abstand.
Lacko hatte Reinert die 3. Position abjagen können, plötzlich lag sogar der Brite Brereton ganz überraschend an 4. Stelle. Allerdings hatte der MAN-Pilot in einer Schikane schwer abgekürzt, einige Runden später folgte auch die Durchfahrtsstrafe. Der Brite fiel so auf den 10. Platz zurück.
Körber war zwischenzeitlich sogar ganz ausgefallen. Der Deutsche hatte eine äußerst unangenehme Begegnung mit Janiec, und während der Franzose mit seinem heftig gezeichneten MAN das Rennen fortsetzen konnte, bog der Iveco-Pilot mit stark beschädigter Hinterachse in die Boxengasse ab, an Weiterfahrt war nicht mehr zu denken.
Derweil wurde der Vorsprung von Hahn immer größer, wenn jetzt nichts mehr passieren würde, war ihm der Titel nicht mehr zu nehmen – und es passierte ja auch nichts mehr.
Reinert versuchte zwar weiterhin von Lacko den dritten Platz wieder zurückzuerobern, doch nach zwei Dritteln des Rennens sah er wohl keine Erfolgsaussichten mehr für sein Unterfangen und hielt sich dann merklich zurück. Schließlich war er ja schon Teammeister, und wenn sein Reinert Adventure-Teamkollege Hahn jetzt auch noch den Fahrertitel gewinnen würde, reichte es dem Unternehmer aus der Lausitz offensichtlich völlig.
Der zweite Reinert Racing-MAN mit Steffi im Cockpit Halm fuhr ungefährdet auf dem 5. Rang ein vor Janiec.
Um die 7. Position gab es rundenlang einen etwas härteren Fight zwischen Ellen Lohr und ihrem MAN-Markenkollegen Lenz. Auch Lenz steckte dann irgendwann zurück, zumal ihm mit dem 8. Platz ja auch die Pole für das zweite Rennen sicher war.
Die beiden letzten Punkteränge holten sich schließlich Forman und eben Brereton.
Die Teamwertung ging einmal mehr an den schon feststehenden Champion Reinert Adventure (Hahn / Reinert) vor Buggyra (Lacko / Forman) und tankpool24 (Kiss / Kursim).
Mit dem Mercedes-Piloten André Kursim steht bereits der (erste) Pechvogel des Wochenendes fest. Nach ansprechenden Ergebnissen in den Freien Trainings erlitt sein RaceTruck einen irreparablen Motorschaden im Qualifying, damit hat sich das Rennwochenende für den jungen Deutschen erledigt.
Nachdem der Titel nun vergeben ist, konzentriert sich das Interesse auf die weitere Platzierung in der Fahrerwertung.
Dritter ist weiterhin Reinert mit 20 Punkten Vorsprung vor Steffi Halm, Kiss wiederum hat allerdings nur zwei Zähler weniger auf seinem Konto als die junge Deutsche.

Impressionen:

Der Samstag in Le Mans Teil 2 - Jochen Hahn siegt und feiert seinen vierten Meistertitel
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