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Der Sonntag in Jarama Teil 1 - Hahn holt die Pole

Der Sonntag in Jarama Teil 1 - Hahn holt die Pole

02. Oktober 2016Jarama - Am gestrigen Samstag gab es leichte Irritationen um das Ergebnis des ersten Rennens beim 8. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship auf dem Circuito del Jarama. Gerüchteweise hatte es geheißen, der Ungar Norbert Kiss (Mercedes-Benz) habe eine 30-Sekundenstrafe erhalten.
Dennoch sah die Startaufstellung zum zweiten Tagesrennen um 17:10 Uhr Kiss weiterhin auf dem 5. Startplatz. Nach dem „Final Result“ hätte der Ungar aber vom 9. Platz aus ins Rennen gehen müssen, so ergaben sich die Unklarheiten.
Im Rennergebnis ebenso wie in den FIA-Punkte-Klassements auf „truckracing.de / truckrace.info“ war die Entscheidung der Rennkommission – Kiss plus 30 Sekunden – aber schon berücksichtigt worden.
Als es dann heute zum frühmorgendlichen WarmUp ging, war es wie an den vergangenen Tagen erneut noch ziemlich kühl, das Thermometer bewegte sich knapp über der 10-Grad-Marke.
So ließen es eigentlich auch alle Pilotinnen und Piloten eher etwas ruhiger angehen, die Zeiten lagen weit jenseits der gestrigen Bestmarken, es war ein WarmUp im wahrsten Sinne des Wortes. Schnellster Truck war der Buggyra Freightliner von Adam Lacko (CZE).
Eine Stunde später stand dann das Qualifying-Practice an, es wurde also nun schon ernster.
Doch wie gehabt gaben sich die, die sich schon frühzeitig unter den TopTen wähnten mit einer schnellen Runde zufrieden; wie immer galt es vornehmlich die Reifen für die weiteren Aufgaben zu schonen.
So fuhren denn auch MAN-Pilot Jochen Hahn (GER) sowie Lacko gleich wieder in die Boxengasse, obwohl die haushohen Favoriten „nur“ auf dem 4. und 6. Platz lagen.
Die schnellste Runde mit 1:59,460 fuhr der Deutsche René Reinert (MAN), gefolgt von seinem französischen Markenkollegen Anthony Janiec, Kiss, Hahn, MAN-Pilotin Steffi Halm (GER), Lacko und dem Deutschen Sascha Lenz (MAN).
In Reih und Glied standen all diese Trucks schon nach wenigen Minuten wieder in der Boxengasse. Etwas später gesellte sich auch der Buggyra Freightliner von Jiri Forman (CZE) dazu. Sie alle wähnten sich unter den zehn Zeitschnellsten.
Um die letzten beiden TopTen-Plätze für die SuperPole tobte derweil der Kampf auf der Piste, insbesondere zwischen Ellen Lohr (GER) auf MAN, dem portugiesichen Race-by-Race-Piloten Jose Rodrigues (Renault) und dem jungen Deutschen André Kursim auf dem tankpool24-Mercedes, lagen die Trucks doch gerade mal drei Zehntel auseinander.
Am Ende hatte dann Kursim das Nachsehen.
In der SuperPole konnte dann nicht mehr gepokert werden, es machten alle wirklich ernst.
Hahn legte gleich mit 1:57,771 die schnellste Runde des gesamten Wochenendes auf den Asphalt, doch Lacko war gerade mal 2 Hundertstel langsamer.
Bis auf Reinert, Lohr und Jose Rodrigues erreichten sie alle ihre schnellste Zeit schon in der 1. Runde. Dem Portugiesen wurde seine kurz vor Schluss gefahrene Top-Zeit allerdings wegen Berührens der Penalty-Marker wieder aberkannt.
So ergab sich nach Hahn und Lacko am Ende folgende Startaufstellung.
Den 3. Platz nahm Kiss ein, gefolgt von Reinert, Janiec, Halm, Lenz, Lohr, Forman und Rodrigues.

Impressionen:

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