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Most Drumherum

Most Drumherum

02. September 2015Most - Heiß war es, beim 6. Lauf zur FIA European Truck Racing Champion im tschechischen Most, bis zu 33 Grad im Schatten und Streckentemperaturen von über 51 Grad. Als die Teams am Montag ihre Zelte abbauten und Service machten, war es noch brutaler. Knapp 36 Grad zeigte das Thermometer und der Asphalt im Paddock heizte sich auf über 55 Grad auf. Man ließ es also ganz ruhig angehen. Das Angebot des Autodrom Most, noch Testrunden fahren zu können, nahm niemand mehr wahr – außer dem Tschechen Frankie Vojtisek, der am Dienstagnachmittag seinen MAN noch eine Stunde lang über die Piste jagte.
Der Rest brauchte wohl einfach eine Pause, schließlich war man ja schon seit Donnerstag im Einsatz mit der Fahrt durch die Stadt und der anschließenden Präsentation auf dem Platz vor dem Magistrat – und jetzt geht es am Hungaroring ja schon wieder weiter.
Unter den insgesamt 90.000 Fans waren viele aus Deutschland, letztendlich war ja auch das halbe Fahrerfeld deutsch.
So wie die Tschechen die beiden Doppelsiege ihrer beiden Buggyra-Freightliner-Piloten David Vrsecky und Adam Lacko bejubelten, so sehr freuten sich die deutschen Fans über die drei Podiumsplätze von Jochen Hahn – eins, zwei und drei – und besonders über den dritten Platz seiner MAN-Markenkollegin Steffi Halm. Das war schließlich Steffis erster Podiumsplatz in der FIA ETRC.
Die beiden Gridwalks waren ein voller Erfolg, ebenso wie die Autogrammstunde in der Startaufstellung. Die Fans hätten am liebsten die Piste gar nicht mehr verlassen, auch wenn die Sonne brutal brannte. Die Pilotinnen und Piloten in ihren Rennoveralls konnten einem wirklich leid tun. So versuchten sie immer wieder ein schattiges Plätzchen zu finden oder schlossen sich einfach einer der vielen langbeinigen jungen Damen an, die mit Schirmen diverser Sponsoren durch die Startaufstellung flanierten.
Doch irgendwann hieß es, rein in die RaceTruck-Kabine, in der dann 60 Grad und mehr herrschten.
Titelverteidiger Norbert Kiss ist auf bestem Wege zum erneuten Titelgewinn. Auch in Most zeigte der Ungar keine Schwächen, nicht nur Kiss auch sein MAN scheinen in Bestform. Dennoch ist der Zug für seine beiden hartnäckigsten Verfolger, Lacko und Hahn, noch nicht abgefahren, zumal auch gerade sie in Most kräftig punkteten.
Allerdings kommt der Truckracing-Tross jetzt erst einmal zum Hungaroring, und den könnte Kiss beinahe im Schlaf befahren. Von den übrigen Truckracern kennt niemand so richtig die Rennstrecke – außer Frankie Vojtisek, das ist eben aber auch schon 25 Jahre her, und Roland Rehfeld. Doch die Erkenntnisse, die der Berliner mit den Sportwagen hat hier sammeln können, wird er kaum auf seinen rund 4 Tonnen schwereren tankpool24-RaceTruck übertragen können – selbst wenn auch das ein Mercedes ist.

Impressionen:

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