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Der Sonntag in Le Mans Teil 1 – Kiss auf Pole

Der Sonntag in Le Mans Teil 1 – Kiss auf Pole

13. Oktober 2013Le Mans - Für die einen, für die, die irgendwann mal schlafen wollten, war die Nacht eher etwas zu kurz, für die anderen, für die, die nach der Show auf der Piste und dem Feuerwerk beim Konzert und den diversen Partys weiter vergnügten, konnte sie nicht lang genug sein. Als es dann am frühen Morgen beim 10. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship in Le Mans zum letzten Warm Up der Saison ging, war es extrem kalt, aber weiterhin trocken. Die Temperaturen lagen nur knapp über Null Grad, die, die morgens zum Circuit Bugatti fahren wollten, mussten meistens erst einmal das Eis von den Scheiben ihrer Autos kratzen. Das erinnerte alte Truckracinghasen schon etwas an das Jahr 2005, als wegen einer vereisten Piste das Warm-Up erst gegen Mittag gestartet werden konnte. Diesmal schien der Asphalt aber relativ gut befahrbar. Die Zeiten waren zwar nicht überragend, aber immer noch erheblich schneller als im gestrigen Freien Training. Andererseits war es eben auch nur ein Aufgalopp.
Knappe eineinhalb Stunden später mussten die Truckracer im 2. Zeittraining dann schon etwas mehr zeigen. In der ersten schnellen Runde hatte der Tscheche David Vrsecky (Buggyra Freightliner) schon 2:11,806 Min. gefahren, MAN-Pilot Jochen Hahn (GER) lag knapp dahinter, seine beiden Markenkollegen Norbert Kiss (HUN) und Antonio Albacete (ESP) folgten schon mit Abstand. Wie mittlerweile üblich fuhren die Toppiloten zwecks Reifenschonung danach auch schon wieder in die Box. Die Abstände waren so groß, dass sie kaum mehr damit rechneten, noch aus den Top-Ten verdrängt zu werden. Anders sah es da schon für den Deutschen Markus Oestreich (MAN) und den MKR-Renault-Piloten Adam Lacko (CZE) aus. Sie lagen auf den Plätzen 9 und 10 und mussten damit rechnen noch aus der SuperPole rauszufliegen. Dann drückten beide aber noch einmal kräftig aufs Gas und schoben sich hinter das Führungsquartett auf die 5. und 6. Position. Die Top-Ten für die SuperPole vervollständigten der Schweizer Markus Bösiger (MKR-Renault) sowie die drei MAN-Piloten Benedek Major (HUN), René Reinert (GER) und Mika Mäkinen (FIN).
Fünf Minuten später ging es also in die SuperPole. Erst legte Kiss eine Superrunde hin, danach lag Oestreich vorn, bevor der Ungar noch einmal eins drauflegte und mit 2:08,686 Min. eine Zeit auf die Piste zauberte, an die dann auch niemand mehr herankam. Insgesamt verlief die SuperPole etwas chaotisch, sieben Piloten bekamen Rundenzeiten gestrichen, und so wurde es für manchen am Ende schon recht eng. Schließlich geht die SuperPole ja nur über 10 Minuten. Das reicht meistens außer zu der Einlaufrunde nur noch für drei weitere Runden, von denen in der Regel die mittlere eine „Cool-Down-Lap“ ist, bevor man zum Schluss noch einmal richtig zuschlägt.
Diesmal musste die Strategie also etwas geändert werden, man fuhr die ganze Zeit auf der letzten Rille. Hahn lag kurz vor Schluss noch auf der 9. Position. Das wären einige Startplätze hinter Albacete, seinem schärfsten Rivalen im Titelkampf, der ja noch 4 Punkte Vorsprung hat. Doch der Altensteiger setzte dann noch einmal alles auf ein Karte – und fuhr neben Polesetter Kiss noch in die 1. Startreihe.
Die weitere Startreihenfolge lautete Vrsecky, Bösiger, Lacko, Oestreich, Albacete, Mäkinen, Reinert und Major.

Impressionen:

Der Sonntag in Le Mans Teil 1 – Kiss auf Pole
Der Sonntag in Le Mans Teil 1 – Kiss auf Pole