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Le Mans Vorbericht

Le Mans Vorbericht

09. Oktober 2013Für das Rennwochenende in Le Mans liegt heute, am Mittwoch – und damit weniger als drei Tage bevor die ersten RaceTrucks auf den Circuit Bugatti gehen – noch keine offizielle Entry-List vor, deshalb lässt sich auch nicht sagen, wie viele RaceTrucks beim 10. Lauf, dem Finale zur FIA European Truck Championship am Start sein werden. Als Race-by-Race-Pilot wird sicher Gerd Körber (Iveco) wieder dabei sein. Der deutsche Ex-Europameister fährt ja nur 4 Rennen pro Jahr, doch das Finale in Le Mans, der Circuit Bugatti zählt eh zu seinen Lieblingsstrecken, möchte er sich keinesfalls entgehen lassen. Körbers Landsmännin Steffi Halm wird zwar auch in Le Mans dabei sein, mit dem MAN ihres französischen Lion-Teams allerdings nicht in den FIA-Rennen starten. Sie fährt allein in der nationalen Französischen Meisterschaft, wo sie ihren Titel natürlich gern verteidigen möchte. Und ihre Aussichten sind nicht so schlecht, sie liegt in Führung.
In der FIA ETRC dagegen sieht sich der Titelverteidiger, Jochen Hahn (GER), in der Verfolgerrolle. Sein spanischer MAN-Markenkollege Antonio Albacete hat 11 Zähler mehr auf dem Konto. Andererseits kann in Le Mans ein Pilot im optimalen Fall noch 60 Punkte einfahren. Hahn hatte im letzten Jahr vor dem Finallauf 29 Punkte Vorsprung und zitterte dennoch. Denn irgendwie haben alle kurz vor dem Finale noch das Jahr 2007 vor Augen, als der Schweizer Markus Bösiger (damals Buggyra Freightliner) mit mehr als 30 Punkten Vorsprung zum Finalwochenende angereist kam. Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass Bösiger nicht der neue Champion sein würde – er wurde es auch, aber mit gerade mal 1 Pünktchen Vorsprung. Und erst nach diversen Protesten und Gegenprotesten wurde Bösigers Meisterschaft im Dezember dann definitiv betsätigt.
So etwas möchte niemand mehr erleben. Zwischenzeitlich ging es in der FIA ETRC ja auch ausgesprochen harmonisch zu, und wenn bei der FIA-Abschlussfeier die Truckracer einmal mehr zur Hochform auflaufen, ist eh alles vergessen.
Eng wird es zwischen Albacete und Hahn aber auf jeden Fall – wenn nicht einer von beiden vorzeitig ausfallen sollte. Albacete wird weiter in seinem „Ersatzauto“, dem RaceTruck seines deutschen Teamkollegen Markus Oestreich, sitzen und Oese wird – wenn alles so klappt, wie man es sich bei Truck Sport Lutz Bernau vorstellt – in den reparierten Cepsa-MAN wechseln. Ein Rückwechseln in den alten RaceTruck erlaubt das Reglement nicht – will man nicht alle bisher eingefahrenen Punkte verlieren.
Psychologisch liegt Hahn sicher im Vorteil. Sein grün-weißer Castrol-MAN läuft wie am Schnürchen. Mit seinem angestammten Cepsa-MAN scheint Albacete doch einen Tick schneller als mit seinem Ersatzwagen. Ob all das 11 Punkte wettmacht, wird man am Sonntagabend in Le Mans sehen.
Dann werden auch alle, so darf man sicher annehmen, wieder relaxt sein, all die kurzfristigen Spannungen werden sich erledigt haben. Dennoch, die Stimmung vom Sonntagabend in Jarama auf der Party des MAN-Service-Teams zu toppen, das wird schwierig.
In diesem Zusammenhang noch ein Nachtrag zum „Jarama Drumherum“-Bericht.
Es hat diverse Nachfragen gegeben, warum man auf dem Web-Portal „truckracing.de / truckrace.info“ oder auf der Facebook-Seite „Truckracing Information“ noch keine Bilder von der Fete finden könne. Es wird dort auch nichts geben. Es handelte sich um eine reine Privatveranstaltung. Und so mancher und auch so manche wären vielleicht doch unangenehm überrascht, wenn sie hier Bilder wiederfänden, die sie in einer extrem lockeren und ausgelassenen Stimmung zeigen.
Da aber allseits kräftig mit Mobiltelefonen photographiert und auch gefilmt worden ist, könnten durchaus diverse Bilder und Videos auf den entsprechenden Facebook-Seiten und auf „YouTube“ die Runde machen.

Impressionen:

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