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Der Freitag in Zolder

Der Freitag in Zolder

20. September 2013Zolder - Achtzehn der insgesamt 21 FIA-Piloten sind beim 8. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship im belgischen Zolder am Start. Statt einer Entry-List gab es diesmal ein von den drei Stewarts unterzeichnetes Protokoll, dass diese „Trucks and drivers are allowed to practices.“ Und erstmals seit langer Zeit fanden diese Trainingsläufe in Zolder auch wieder freitags statt. Die Nacht über hatte es kräftig gegossen, und obwohl das 1. Freie Training erst am Nachmittag stattfand, schien die Piste immer noch leicht feucht. Die Topzeiten erreichten die Truckracer nämlich in der Regel erst gegen Ende des 20minütigen Trainings. Das wird kaum daran gelegen haben, dass die Piloten und die Pilotin erst einmal die Strecke hätten kennen lernen müssen. Schließlich gehört der Circuit Zolder zu den Klassikern der FIA ETRC, und an der Streckenführung hat sich seit Jahren nichts mehr geändert.
Aber auch so gaben einmal mehr wieder die den Takt vor, die auch schon während der bisherigen Saison meistens vorn lagen und das Gesamtklassement anführen. Die schnellste Runde legte der Spanier Antonio Albacete auf die Piste, gefolgt von seinem deutschen MAN-Markenkollegen Jochen Hahn. Und gerade mal 5 Hundertstel langsamer als der Titelverteidiger aus Altensteig war der Buggyra-Freightliner-Pilot David Vrsecky (CZE).
Beim 2. Freien Training knapp 3 Stunden später legten sich die Truckracer dann von Anfang an voll ins Zeug. Der Ungar Norbert Kiss (MAN) verbesserte sich gleich um fast eine halbe Sekunde und markierte damit auch erst einmal die Bestzeit, bis Albacete dann die Reifen qualmen ließ. Erneut fuhr er unter 1:58 Min. und war so schon schneller als im ersten Trainingslauf. Und dann legte der Spanier noch einmal eine Schüppe drauf: 1:57,365 Min., da kam niemand mehr heran. Allein Hahn knackte noch die 1:58er Marke, er lag aber dennoch mehr als eine halbe Sekunde hinter Albacete. Kiss’ schnelle Anfangszeit reichte schließlich noch zur 3. Position.
Damit war das Tagespensum der Truckracer aber noch längst nicht erledigt, auch wenn es mittlerweile schon auf den Abend zuging. Die Crew von TRO-TV wollte auf der Zielgeraden noch einige spezielle Filmaufnahmen für ein Jahresabschluss-Video drehen. Und dabei nahm Aufnahmeleiter Peter von Saalfeld die 17 Piloten und Ellen Lohr, die einzige Dame im Starterfeld, ganz schön ran. Es galt diesmal nicht nur, sich locker in Gruppeformation aufzustellen, die Truckracer mussten einige Male einen Teil der Zielgeraden entlang marschieren – beinahe Reih und Glied. Zu guter Letzt ließ von Saalfeld seine Protagonisten, die eigentlich meinten schon längst Feierabend zu haben, auch noch zu einem kleinen Sprint ansetzen – mit dem Helm auf dem Kopf.

Impressionen:

Der Freitag in Zolder
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