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Der Freitag am Red Bull Ring

Der Freitag am Red Bull Ring

05. Juli 2013Spielberg - Die Truck Race Trophy am Red Bull Ring im österreichischen Spielberg ist schon beinahe ein 4-Tage-Event, wie es der Truck Grand Prix am Nürburgring ja traditionell schon immer ist. Auch wenn der eigentlich Betrieb auf der Piste erst heute Morgen losging, waren auch schon am gestrigen Donnerstag einige Truckracer im Dienste des 4. Laufs zur FIA European Truck Racing Championship voll im Einsatz. In einem etwa 10 Kilometer entfernten Einkaufszentrum gab es einen PR-Event der besonderen Art. Während der tankpool24-Mercedes von Ellen Lohr (GER), der Buggyra Freightliner von David Vrsecky (CZE) und die beiden Renaults von Anthony Janiec (FRA) und Adam Lacko (CZE) per Tieflader gebracht wurden, ließen es sich die beiden deutschen MAN-Piloten Jochen Hahn und René Reinert sowie der österreichische Race-by-Race-Pilot Markus Altenstrasser mit seinem Iveco nicht nehmen, ihre mit Überführungsnummern versehenen Racer persönlich auf eigenen Rädern über die Straße zu chauffieren.
An Ort und Stelle zeigten die drei Piloten denn auch gleich den vielen begeisterten Zuschauern, wie solch ein Fünfeinhalb-Tonnen Koloss auch mit hohem Tempo durch enge Straßen gejagt werden kann. Die anderen vier RaceTrucks konnten derweil von innen und außen bestaunt werden.
Am Abend trafen sich schließlich alle Teams bei einem zwanglosen Abendessen auf den Red Bull Terrassen, zu dem der Veranstalter eingeladen hatte.
Heute Morgen düsten die Truckracer dann erstmals über die 2.337 Meter lange Kurzanbindung des Red Bull Rings – bei den Presse- und VIP-Fahrten. Schon jetzt schien der Spanier Antonio Albacete (MAN) die Konkurrenz beeindrucken zu wollen, legte er doch gleich Bestzeiten auf die Piste. Im anschließenden zusätzlichen Freien Training zeigte sein Markenkollege Norbert Kiss (HUN) jedoch, weshalb er immer wieder als Geheimfavorit gehandelt wird. Im offiziellen 1. Freien Training legte Kiss dann sogar noch einmal nach. Er war zwar nur knapp schneller als der Spanier, fuhr aber mit 1:05,470 Min. die Tagesbestzeit.
Im 2. Freien Training drehte Albacete den Spieß dann wieder rum, es ging jedoch weiterhin äußerst knapp zu. Hinter Albacete und Kiss belegten der Schweizer Markus Bösiger (MKR-Renault), Hahn und dessen deutscher Landsmann Markus Oestreich (MAN) die weiteren Plätze. Diese Top-Five lagen am Ende gerade mal 28 Hundertstel Sekunden auseinander. Dabei kommt die relativ kurze Rundenlänge den Truckracern sicherlich entgegen, besonders aber den Zuschauern. Bei insgesamt 19 RaceTruck – der Pole Gregory Ostaszewski aus dem MAN-Team von Frankie Vojtisek ist hier nicht am Start – bekommen die Fans bei insgesamt 20 Runden permanent etwas zu sehen, zumal man von den Tribünen aus jeweils große Teile der Strecke einsehen kann.
Das Wetter soll sommerlich bleiben, auch wenn heute schon mal sehr dunkle Wolken am Himmel auftauchten und der Wind gelegentlich sehr kräftig wehte, blieb es bei fast 30 Grad den ganzen Tag über trocken. Letztendlich beste Voraussetzungen viele Fans an den Red Bull Ring zu locken, zumal diese nach 10jähriger Truckracing-Abstinenz eigentlich ausgehungert sein müssten.

Impressionen:

Der Freitag am Red Bull Ring
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