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Der Samstag in Navarra - Teil 1

Der Samstag in Navarra - Teil 1

01. Juni 2013Navarra - Auch am heutigen Samstag, dem meteorlogischen Sommerbeginn, war auf dem Circuito de Navarra im spanischen Los Arcos beim 2.Lauf zur FIA European Truck Racing von Sommer nicht wirklich etwas zu merken. In der Nacht lagen die Temperaturen im einstelligen Bereich und stiegen gegen Mittag, als die Sonne sich gelegentlich mal blicken ließ, auch mal gerade auf 15 Grad. Dennoch tat dies dem Ansturm der Truckracing-Fans keinen Abbruch. Der Zugang zur Terrasse auf dem Boxendach musste immer wieder wegen Überfüllung gesperrt werden, schließlich wurden gar Kärtchen ausgegeben. Die Truckracer konzentrierten sich dagegen voll und ganz auf ihre ersten Runden auf einem ihnen zumeist völlig unbekannten Rennkurs. Einige hatten am Vortag ja schon an Fahrsimulatoren geübt, doch im realen Leben sieht es eben doch etwas anders aus.
Als es dann schließlich ernst wurde, gab im 1. Freien Training der Spanier Antonio Albacete auf seinem Cepsa-MAN erst mal das Maß vor. Der Zweitplatzierte, sein deutscher Marken- und Truck-Sport-Bernau-Teamkollege Markus Oestreich, hatte schon über eine Sekunde mehr gebraucht. Im 2. Freien Training steigerte sich Albacete zwar gleich noch einmal um mehr als eine halbe Sekunde und fuhr erneut die Bestzeit. Doch der Rest legte noch kräftiger zu, die Abstände wurden erheblich kürzer. Andererseits weiß man ja auch, erst im Zeittraining und in der anschließenden SuperPole lassen die Toppiloten die Katze wirklich aus dem Sack.
Und im 1. Zeittraining überraschte der junge Ungar Norbert Kiss (MAN), von nicht wenigen als Geheimfavorit gehandelt, gleich mit der schnellsten Zeit, gefolgt von Oestreich, Albacete und mit Titelverteidiger Jochen Hahn (GER) einem weiteren MAN-Piloten. Dann erst folgten mit dem Renault-Piloten Markus Bösiger (SUI) und den beiden Tschechen David Vrsecky (Buggyra Freightliner) und Adam Lacko (Renault) Fahrer, deren RaceTrucks nicht aus Bayern stammen.
Zwei weitere MAN-Piloten, die beiden Deutschen René Reinert und Stephanie Halm holten sich die Plätze 8 und 9 vor dem Franzosen Anthony Janiec (Renault). Das waren die TopTen für die SuperPole.
Und hier kann man dann wirklich nicht mehr pokern, hier geht es um die endgültige Startaufstellung, hier müssen alle ihre Karten auf den Tisch legen. Dennoch fuhr Kiss mit 2:08,406 Min. erneut die Bestzeit. Der Ungar ist allerdings auch der einzige Toppilot, der den Circuito de Navarra durch seine Rennen im spanischen Seat-Cup zuvor schon im Renntempo umrundet hat. Mit Oestreich, Albacete und Hahn gab es dann die gleiche Reihenfolge wie im vorherigen Zeittraining. Auf den weiteren Plätzen folgten Vrsecky, Lacko, Bösiger und Reinert. Um den 9.Startplatz gab es einen harten Zweikampf zwischen Halm und Janiec, den die junge Deutsche in der letzten Runde für sich entscheiden konnte.
Überhaupt war Steffi Halm die Überraschung des Tages. Erstmals fuhr die amtierende Französische Meisterin – Steffi fährt für das MAN-Lion-Team aus Lyon – in die TopTen und konnte sich auch so zum ersten Mal für die SuperPole qualifizieren.
Nicht weniger überraschend verpasste der zweifache Misano-Sieger Mika Mäkinen (FIN) mit seinem Mad-Croc-MAN die TopTen – wenn auch nur um nicht einmal eine Zehntel. Die Rundenzeiten in diesem Bereich lagen eh ungemein eng beieinander, so dass der 8. Platz im 1.Rennen, der ja die Poleposition für das zweite Tagesrennen bedeutet, sicherlich extrem hart umkämpft sein dürfte.

Impressionen:

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