Freitag, 15.10.2021 | Deutsch | English
Der Samstag in Le Mans – Teil 1

Der Samstag in Le Mans – Teil 1

13. Oktober 2012Le Mans - Das Programm zur FIA European Truck Racing Championship in Le Mans ist seit jeher übervoll vom Morgen bis zum Abend. Und so begann der 11. Lauf der FIA ETRC für die Truckracer bereits kurz nach halb neun mit dem 1. Freien Training – bei Temperaturen um die 10 Grad, fast noch im Halbdunkeln, sogar die Steckenbeleuchtung brannte noch. Lag es nun an der frühen Zeit oder am zuvor niedergegangen heftigen Regenschauer, die RaceTrucks kamen erst langsam nach und nach auf die Piste. Der Asphalt trocknete leicht ab, die Zeiten wurden etwas schneller, aber nicht wirklich schnell, niemand wollte offenbar auf Risiko gehen. Die schnellste Runde fuhr der große Meisterschaftsfavorit Jochen Hahn (GER) mit seinem Castrol-MAN. Mehr als 2 Sekunden war der Deutsche schneller als sein Landsmann Markus Oestreich (Renault) und sein einziger Widersacher im Titelkampf, MAN-Markenkollege Antonio Albacete (ESP). Der Rest hatte sich noch mehr Zeit gelassen.
Eineinhalb Stunden später begann das 2. Freie Training unter teilweise sehr heftigem Regen. Letztendlich waren die Zeiten hier also noch weniger aussagekräftiger, weil offensichtlich alle einen Tick zurücksteckten. Die Karten aufdecken musste man schließlich erst im Zeittraining und in der anschließenden SuperPole.
Pünktlich zum Zeittraining regnete es wieder ausgiebig. Bei der Einfahrt auf die Piste wurden die Piloten per Schild extra informiert, dass die Strecke nass sei und das Licht eingeschaltet werden müsste. Das wussten sicher schon alle vorher, nur es konnten sich offenbar aber nicht alle richtig darauf einstellen – es gab Überraschungen in Hülle und Fülle.
Es wagte auch niemand schon vorzeitig in die Boxengasse zu fahren, in der sicheren Annahme, dass seine Zeit für die SuperPole der Top-Ten allemal reichen würde. Alle blieben bis zur letzten Möglichkeit auf der Piste. Hahn fuhr die schnellste Zeit, das war keine Überraschung, aber dass der Ungar Norbert Kiss (MAN), der Franzose Anthony Janiec (Renault) und der Finne Mika Mäkinen (MAN) nur knapp dahinter die weiteren Plätze belegten, das hatte wohl niemand erwartet.
Erst dann folgten mit David Vsrecky (CZE) auf Buggyra Freightliner, Albacete und dem Schweizer Markus Bösiger (Renault) wieder absolute Top-Piloten. Auf dem 8. Platz folgte Dominique Lacheze (MAN) vor Race-by-Race-Pilot Gerd Körber (GER) auf Iveco. Mit Müh und Not schaffte Oestreich den Sprung auf den 10. Platz, sein tschechischer Teamkollege Adam Lacko – immerhin Dritter in der Meisterschaft – kam erst gar nicht unter die Top-Ten.
Pünktlich zur SuperPole hörte der Regen wieder auf, und das Endergebnis entsprach dann schon wieder etwas eher den Erwartungen. Die Pole ging schließlich an Albacete vor Hahn, Janiec, Vrsecky, Kiss, Bösiger, Oestreich, Mäkinen, Körber und Lacheze.

Impressionen:

Der Samstag in Le Mans – Teil 1
Der Samstag in Le Mans – Teil 1
Der Samstag in Le Mans – Teil 1