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Der Freitag in Le Mans

Der Freitag in Le Mans

18. September 2009Le Mans - Manche der Teams waren schon am Dienstag in Le Mans angekommen und bei nicht gerade überragendem Wetter – insbesondere am gestrigen Donnerstag, als es zwar nur leicht dafür aber fast ständig regnete – kam schon so etwas wie Langeweile auf. Auch wenn Disneyland Paris mehr als 200 Kilometer entfernt liegt, war es dann doch für die Mitglieder einiger Teams einen Tagesausflug wert. Heute war das Wetter dann so – meistens Sonne und bis zu 27 Grad – wie es sich die Truckracer fürs ganze Wochenende wünschen. Und tatsächlich sind die Prognosen zumindest für morgen ausgesprochen gut. Zu den FIA-Teams der Truck-EM kamen dann heute auch noch die Teams der Französischen Meisterschaft und die des Rahmenprogramms, dazu noch diverse Showtrucks, so langsam füllte sich dann auch das Fahrerlager, und es gab mehr Leben.
Die Verkaufszelte wurden aufgebaut, der frühere Formel-1-Pilot Jacques Lafitte drehte auf dem Circuit Bugatti einige Runden im RaceTruck fürs französische Fernsehen und gegen Abend halten auch die Töne des ersten Soundchecks für das morgige Konzert durchs Paddock. Zu der Zeit hätte eigentlich auch das Drivers Briefing stattfinden sollen, doch am Nachmittag waren die Teams per Eilinformation von dem Beschluss informiert worden, dass dieses Briefing auf den morgigen Samstag nach dem zweiten Zeittraining verschoben worden sei, was ja eigentlich auch dem Reglement entspricht. Verglichen mit der Brisanz, die sich aus einem weiteren Beschluss ergeben könnte, war dies allerdings nur zweitrangig. Infolge der in letzter gehäuften Reifenschäden von Rigdon-Reifen auf der Hinterachse – vorn Goodyear, hinten Rigdon, eine Kombination, die von den meisten Teams gefahren wird – wurde entschieden, dass Rigdon-Reifen unter Beobachtung stünden. Wenn also einer dieser Reifen erneut unter Auflösungserscheinungen leiden sollte, könnte es sein, dass die Stewards für die weiteren Rennen die Reifen verbieten würden. Die Crux ist allerdings, dass nicht ausreichend Goodyear-Reifen zur Verfügung zu stehen scheinen, um alle Trucks rundum mit diesen Reifen ausstatten.
Am Dienstag war in Paris Sitzung der Truckracing-Kommission. Zur Debatte standen der Kalender der nächsten Saison und auch Vorschläge zu einer Reform des Qualifying-Trainings. Wahrscheinlich wird es im nächsten Jahr nur neun Rennen geben, beginnend Anfang Mai in Assen und endend am ersten Oktoberwochenende in Jarama. Weiterhin steht möglicherweise noch ein Einladungsrennen in Russland auf dem Programm. Auch beim Zeittraining, das ja in Jarama bereits in zwei Gruppen ausgefahren wird, sind weitere Neuerungen geplant.
Ab heute sind die „schweiz5“-Videos wieder „on air“. Es gab offensichtlich einige Missverständnisse zwischen dem Vermarkter der Kamiono-Rennberichte und „schweiz5“ bezüglich der Veröffentlichung der Videos im Internet. Nun wurden 120 Sekunden an Kamiono-Bildern pro Bericht für die weltweite Verbreitung gestattet, und die „schweiz5“-Redaktion bearbeitete die Videos neu. Dabei ließ es sich nicht vermeiden, dass an manchen Stellen nur noch der Kommentar zu hören, kurzfristig aber kein Bild zu sehen sein wird.