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FIA-Zeremonie in Le Mans

FIA-Zeremonie in Le Mans

17. November 2006Am Abend des letzten Renntages der Saison fand traditionell die FIA-Meisterfeier statt, wieder einmal im Alten Automuseum des Circuit Bugatti in Le Mans. Diesmal noch mehr als im vergangenen Jahr sprühten die völlig überdimensionierten Räumlichkeiten den Charme einer Turnhalle aus. Das durch den Saal schlendernde Musikerquartett konnte da auch nichts ausrichten. Erst der Auftritt Gerd Körbers brachte dann Stimmung in den Saal.
Zuvor waren allerdings erst einmal all die anderen Piloten geehrt worden. Dabei wurde auch offiziell bekannt gegeben, dass Alain Buffa sich vom Truckracing zurückzieht. Bereits während des ganzen Wochenendes gab es Interessenten für das Equipment des französischen Unternehmers. Auch ein früherer Europameister ist sehr daran interessiert, nicht nur den MAN-RaceTruck sondern auch den Trailer mit der einzigartigen, schirmähnlichen Zeltdach-Konstruktion zu übernehmen. Und noch ein Truckracer wurde verabschiedet, mit Standing Ovations, die dem harten Rennfahrer die Tränen über die Wangen kullern ließen. Dabei hatte Ross Garrett eigentlich nur verlauten lassen, dass er nach 13 Jahren Truckracing mit seinem alten Foden im nächsten Jahr keineswegs mehr an den Start gehen wolle. Sollte sich für Garrett nun allerdings die Möglichkeit ergeben, mit einem neueren und besseren RaceTruck wieder ins Renngeschehen eingreifen zu können, wäre es durchaus denkbar, dass der Engländer auch im nächsten Jahr wieder beim Truckracing dabei ist. Deshalb war es Garrett auch gar nicht so recht, dass RaceDirector Tony Iddon die Überlegungen des Piloten bereits jetzt so öffentlich machte. Vielleicht wird der zwischenzeitliche Gewinn der Britischen Truck Racing Championship ja auch dazu beitragen, dass wir Ross Garrett auch im nächsten Jahr wieder am Start sehen werden.
Zum Schluss wurden dann die drei Erstplatzierten auf die Bühne gerufen. Jochen Hahn war als Dritter in der Gesamtwertung erstmals unter den "Auserwählten", während Gerd Körber sowie der alte und neue Europameister Antonio Albacete dieses Triumphgefühl ja schon des Öfteren erleben durften. Nachdem Hahn ganz zivil seine Trophäe entgegen genommen und wie alle Piloten nochmals besonders dem eigenen Team und der Familie gedankt hatte, kam dann mit Gerd Körber der stimmungsmäßige Höhepunkt des Abends. Mit einem aufblasbaren Pferd um die Hüften, galoppierte der Rheinauer als Cowboy auf die Bühne. Da konnte natürlich auch der mit einer spanischen Flagge geschmückte Europameister Antonio Albacete nicht mehr dagegen halten.
Richtig ab ging es dann anschließend auf den Partys von Mercedes-Benz bei Hahn und von MAN und Cepsa bei Bernau. Und wie das immer so ist, zog man dann bald von da nach dort und von dort nach da, es schwappte alles ineinander über, und es war nicht mehr auszumachen, wer denn nun wo feierte.