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Vorbericht Nürburgring

Vorbericht Nürburgring

18. Juli 2006Erstmals zählt der Truck Grand Prix am Ring nicht als Wertungslauf zur Europameisterschaft. Offensichtlich scheint mittlerweile aber kein Verantwortlicher, weder von der die FIA noch vom ADAC-Mittelrhein, mehr darüber sonderlich glücklich, auch wenn von beiden Seiten immer mal wieder anklingt, man sei auf die Anderen nicht angewiesen. Und so gibt es gute Aussichten, dass im nächsten Jahr auch am Ring wieder EM-Punkte vergeben werden, zumal die FIA European Truck Racing Championship in den Aufgabenbereich von ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk in seiner Eigenschaft als FIA-Vizepräsident fällt. Diesmal wird der Sieger des Truckracing-Wochenendes am Ring allein mit dem Titel International Truck Master Germany gekürt.
Des ungeachtet ist das Programm am Nürburgring einmal mehr voll bis zur letzten Sekunde. Es ist wieder für Jeden etwas dabei, und es gibt eine absolute Novität. Zum ersten Mal ist es auch dem ganz normalen Truckracing-Fan möglich, im Rahmen der Presse- und Industrie-Mitfahrgelegenheiten am Donnerstag als Beifahrer in einem Renntruck einige Runde über den Nürburgring zurückzulegen (Näheres unter Tickets auf www.truck-grand-prix.de).
Während tagsüber auf der Piste nahezu ununterbrochen etwas los ist, es werden ja auch noch Truckrennen im Rahmen der Britischen Meisterschaft ausgefahren, dazu kommen noch Rennen im Clio Cup und der Benelux Racing League sowie die Go & Stop-Wettbewerbe der Trucks, werden sich die Fans abends bei den Konzerten und bei einem der größten Feuerwerke Europas vergnügen können.
Der Truck Grand Prix dient seit jeher aber nicht nur dem Amüsement, sondern hat sich im Laufe der Jahre zu einer der größten Messen für die Nutzfahrzeugindustrie entwickelt. Während in den Jahren der leichten Rezession auch die Industrie nicht mehr ganz so groß auftrumpfte, scheint nun der Wirtschaftsaufschwung auch beim TGP seine Spuren zu hinterlassen. Mercedes-Benz und MAN, die beiden größten deutschen Vertreter ihrer Branche, treten so imposant auf wie schon lange nicht mehr. Und auch die übrigen Vertreter aus dem Nutzfahrzeugbereich und der Zulieferindustrie werden wieder mehr Flagge zeigen. Der Industriepark wird voller denn je sein.
Derzeit erfreut sich noch ganz Deutschland an dem phantastischen Sommerwetter, die Vorhersagen für das Rennwochenende sehen allerdings nicht mehr so rosig aus. Die Prognosen der einzelnen Wetter-Dienste differieren enorm, und auch jeder Ringbesucher weiß, wie schnell das Wetter in den Eifelhöhen umschlagen kann. Es soll jedenfalls recht warm werden, immer so um die 30 Grad, aber die Regenprognose für die drei Tage schwankt je nach Institut zwischen 20 und 60 Prozent. Man tut also gut daran, für jede Eventualität gerüstet zu sein.
Für all die, die nicht direkt dabei sein werden, gibt es etwas Neues auf www.truckracing.de / www.truckrace.info: Live-Streaming des Ring-Radios und der Zeitentabellen. Und auch wenn es diesmal keinen Eurosport-Bericht geben wird, die deutschen TV-Zuschauer werden nicht nur von einzelnen regionalen Fernsehsendern informiert werden, DSF wird schon am Sonntagabend, 23.7., um 21:00 einen einstündigen Bericht zum Truck Grand Prix senden.