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Der Sonntag in Most

31. August 2003Most - Pünktlich zum Start des Qualirace der Race-Trucks setzte ein gehöriger Schauer ein. Im Gegensatz zum ersten Regenrennen der Saison am Nürburgring ging es diesmal allerdings ohne größere Karambolagen ab. Dennoch wurde die Reihenfolge der Trucks kräftig durcheinander gewirbelt. Stuart Oliver und Frankie Vojtisek erwiesen ihrem Ruf als Regenspezialisten einmal mehr alle Ehre. Obwohl der Engländer wegen eines miserablen Starts zunächst einige Plätze verlor, übernahm er schon in der zweiten Runde die Spitze von Egon Allgäuer dicht gefolgt von Vojtisek. Alle Anfeuerungsrufe seiner Landsleute halfen dem Tschechen nichts, Oliver hielt ihn souverän in Schach. Zum Entsetzen seiner Fans erlitt der Renault-Pilot in der vorletzten Runde eingangs der Zielgeraden gar einen kapitalen Motorschaden, wodurch Egon Allgäuer noch auf den zweiten Platz vorrückte. Höchst enttäuschend verlief das Rennen für Lutz Bernau, der zeitweilig bis ans Ende des Feldes durchgereicht worden war, bevor er sich bei abtrocknender Strecke wieder auf Platz 8 vorarbeiten konnte. Auch im folgenden Cup-Rennen kam der Bayer über den achten Rang nicht hinaus. Mit Jochen Hahn hatte er sich harte Duelle geliefert, wobei der Mercedespilot den Bayern so unglücklich getroffen hatte, dass eine Feder des MAN einen Bruch erlitt. Doch auch Hahn hatte schwere Blessuren davon getragen, und musste letztendlich das Rennen wegen eines geplatzten Hinterreifens aufgeben. Allgäuer holte sich seinen zweiten Wochenendsieg und damit 58 von 60 möglichen Punkten. Auch Oliver, der beide Qualifikationsrennen gewann, besitzt neben dem Österreicher und Bernau noch beste Titelchancen. <br />
Auch der Titelverteidiger der Superracetrucks ist wieder ganz auf Titelkurs. Gerd Körber holte sich die volle Punktzahl und baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung kräftig aus. Zwar erkämpfte sich sein ärgster Widersacher Markus Oestreich im Cup-Race schwer gezeichnet den zweiten Podiumsplatz, im vorherigen Qualirennen war er allerdings über Rang 5 nicht hinausgekommen. Einen besonderen Leckerbissen schienen die beiden Tschechen David Vrsecky und Adam Lacko bieten zu wollen. Sie bekämpften sich so hart, dass der Start zum Cuprennen wiederholt werden musste, nachdem Vrsecky nach einem Dreher die Spitzkehre blockiert hatte.<br />
Zwar gab es den von den insgesamt knapp 30.000 Zuschauern erhofften tschechischen Sieg nicht, dennoch waren die Zuschauer höchst zufrieden, deutet doch alles daraufhin, dass ihr Buggyra-Team den Titel erfolgreich wird verteidigen können.