Dienstag, 22.09.2020 | Deutsch | English

Der Sonntag am A1-Ring

08. Juni 2003Spielberg - Spitzenwetter, Spitzenstimmung, so wäre die Kurzform der Sonntagsberichts. Das Wetter verwöhnte die insgesamt mehr als 25.000 Zuschauer über alle Maßen. Dem wollte es der vielgefeierte Lokalmatador Egon Allgäuer gleich tun. Am Samstag war das nicht ganz gelungen, schließlich hatte ihm Lutz Bernau den Cup-Sieg eindeutig streitig machen können. Am Sonntag holte sich der Österreicher zunächst die Pole im Zeittraining für das Quali-Race, die ihm Bernau aber direkt zu Beginn des Rennens schon wieder abjagte. Allgäuer kämpfte sich wieder an die Spitze und konnte trotz all der Angriffe seines MAN-Markenkollegen diese Position bis ins Ziel behaupten. <br />
Im anschließenden Cuprennen verlor der Österreicher seine Pole zum Entsetzen der Zuschauer schon in der ersten Kurve an Bernau. Auch Stuart Oliver zog an ihm vorbei. Diese Position konnte der Brite allerdings nicht lange behaupten, und als Bernau kurz darauf mit einer Stop-and-Go-Strafe belegt wurde, weil er sich wegen Verlassens der Strecke einen Vorteil verschafft haben soll, lag Allgäuer schon wieder vorn, Bernau dagegen auf dem siebten Platz. Mit einer furiosen Fahrt erkämpfte sich der Deutsche noch einen Podiumsplatz hinter Allgäuer und Oliver. In der Gesamtwertung liegen die drei Kontrahenten nun gerade mal durch jeweils einen Punkt getrennt an der Spitze.<br />
Fast kurios verlief das Cuprennen der Superracetrucks. Die Trainingsläufe und auch das Quali-Race waren eine eindeutige Angelegenheit Gerd Körbers, er gewann vor Antonio Albacete und Adam Lacko. Auch im abschließenden Cup-Race lag der Rheinauer eindeutig an der Spitze, bis nicht nur bei ihm, sondern auch bei den anderen beiden Buggyras wegen Überhitzung die Turbos schlapp machten. So belegte schließlich hinter Markus Oestreich der junge Tscheche Adam Lacko mit seinem Tatra erstmals einen Podiumsplatz vor dem finnischen Vizechampion Harri Luostarinen.