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Der Sonntag am Nürburgring Teil 1 - Hahn auf Pole

Der Sonntag am Nürburgring Teil 1 - Hahn auf Pole

01. Juli 2018Nürburgring - Auch der letzte Tag des Truck Grand Prix am Nürburgring, dem 3. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship, startete mit einem wolkenlosen Himmel. Diesmal schon ganz früh am Morgen, um 8:00 Uhr, mussten die Truckracer ins WarmUp. Dem vierfachen Europameister Jochen Hahn (GER) machte die frühe Stunde offensichtlich gar nichts aus, der Iveco-Pilot fuhr gleich mal eine Runde unter 1:55.
Das anschließende 2. Zeittraining wird sicherlich in Erinnerung bleiben als eines von denen, in denen es wirklich extrem knapp zuging, um unter die Top-Ten für die SuperPole zu fahren. Am Ende war der Franzose Anthony Janiec mit seinem MAN gerade mal nur 6 Zehntel langsamer als der Schnellste – und wurde trotzdem nur Elfter. Aber auch ansonsten ging es ungemein eng zu.
Nach einer erneut sehr langsamen Einführungsrunde setzte Steffi Halm (GER) mit ihrem Iveco zunächst die Bestzeit mit 1:54,795. Ihr deutscher Landsmann René Reinert (MAN) konterte sofort mit 1:54,503. Hahn war mit einer 1:55er-Zeit nach hinten durchgereicht worden, fand sich plötzlich auf dem 10. Platz wieder und war höchst gefährdet aus den Top-Ten herausgekickt zu werden. So blieb er dann – entgegen seiner sonstigen Gewohnheit – noch weiter auf der Piste, um eine weitere schnelle Runde auf die Piste zu legen. Einige Hauptkonkurrenten im Titelkampf setzten dagegen eher auf Reifenschonung und fuhren gleich wieder in die Boxengasse, um sich dort in aller Ruhe auf die SuperPole zu konzentrieren. Am Ende wird sicherlich manchem von denen das Herz in die Hose gerutscht sein, denn es wurde für manchen sehr knapp.
Hahn verbesserte sich hinter Reinert auf den zweiten Platz, gefolgt von MAN-Pilot Ryan Smith (GBR), Steffi Halm, den beiden MAN-Piloten Sascha Lenz (GER) und José Rodrigues (POR), Titelverteidiger Adam Lacko (Buggyra Freightliner) aus Tschechien, André Kursim (GER) und Antonio Albacete (ESP) – beide MAN – sowie Mercedes-Pilot Norbert Kiss (HUN).
Albacete hatte gestern noch die SuperPole gewonnen, Kiss mischt immer ganz vorn mit, und nun wären sie beinahe aus den Top-Ten gekegelt worden.
Ein anderer Top-Pilot, der Deutsche Gerd Körber (Iveco), gestern nach dem zweiten Rennen noch auf dem Podium, war zwar nur 7 Zehntel langsamer als Spitzenreiter Reinert, aber es reichte für „Mr. Truckracing“ doch nur zum 12. Platz.
In der anschließenden SuperPole legte Hahn dann aber gleich eine Superzeit auf die Piste, mit 1:53,788 fuhr er erstmals unter 1:54. Aber damit nicht genug. Mit 1:53,331 legte der Altensteiger direkt noch einmal kräftig nach, die schnellste bisher von einem RaceTruck erzielte Rundenzeit auf dem Nürburgring, und holte sich natürlich auch die Pole für das erste Sonntagsrennen. Ausgerechnet die beiden Piloten, die es nur wenige Minuten zuvor noch so gerade in die Top-Ten geschafft hatten, Albacete und Kiss, fuhren ebenso 1:53er-Zeiten und auf die Startplätze zwei und drei. Und auch Reinert schaffte es als Vierter noch in den „exklusiven“ 1:53er-Club.
Die weitere Startreihenfolge lautete Lacko, Halm, Lenz, Kursim, J.Rodrigues und Smith, die allesamt 1:54er-Runden fuhren.

Impressionen:

Der Sonntag am Nürburgring Teil 1 - Hahn auf Pole
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