Freitag, 21.09.2018 | Deutsch | English
Der Freitag am Nürburgring - Antonio Albacete holt die erste Pole

Der Freitag am Nürburgring - Antonio Albacete holt die erste Pole

29. Juni 2018Nürburgring - Ein strahlend blauer, wolkenloser Himmel ließ schon am frühen Morgen zahlreiche Fans, von denen viele schon am Sonntag auf den Campingplätzen rund um den Ring ihr Domizil aufgeschlagen haben, ins Paddock des Truck Grand Prix, dem 3. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship, pilgern.
Um halb zehn ging es auch für die RaceTrucks mit dem freien Training los, außer für Ivceo-Pilot Jochen Hahn, der kam etwas später. Denn zuvor hatte der vierfache Europameister aus Altensteig noch einen TV-Live-Auftritt in der ARD.
Seiner Konzentration tat dies jedoch keinerlei Abbruch, mit 1:55,047 legte Hahn anschließend die schnellste Runde auf den Asphalt, mehr als drei Zehntel schneller als der nächste Verfolger, der Spanier Antonio Albacete (MAN).
Auch das 2. Freie Training wurde eindeutig von Hahn dominiert, mit 1:54,541 blieb er als Einziger unter der 1:55er-Marke – und das sehr deutlich.
Der Zweitschnellste, der Ungar Norbert Kiss, benötigte schon über eine halbe Sekunde mehr. Wenige Minuten vor Schluss der Trainingszeit hatte der zweifache Europameister dann allerdings großes Pech, als er seinen tankpool24-Mercedes wegen eines Kühlerschadens am Pistenrand abstellen musste.
Bis zum 1. Zeittraining brachten die Mechaniker von MB-Motorsport das natürlich wieder in Ordnung. So hatten sich denn auch alle gemeldeten 22 RaceTrucks rechtzeitig in der Boxengasse aufgestellt, um nun ihre schnellsten Runden in Angriff zu nehmen – zumindest aber, um unter die Top-Ten für die SuperPole zu fahren.
Schnell war die WarmUp-Runde dann aber ganz und gar nicht. Nicht einmal sechseinhalb Minuten waren von insgesamt zehn noch übrig, als die Spitze schließlich Vollgas gab. Hahn fuhr mit 1:54,847 die schnellste Zeit – allerdings auch fast 3 Zehntel langsamer als im 2. Freien Training. Mit rund 4 Zehntel Abstand folgte ein Dreiergrüppchen mit den beiden Deutschen René Reinert (MAN) und Steffi Halm (Iveco) sowie Kiss. Weitere rund 4 Zehntel langsamer war ein abermals ein Trio mit Ryan Smith (GBR), Sascha Lenz (GER) und Albacete, alle auf MAN. Die Top-Ten vervollständigten schließlich der Portugiese José Rodrigues (MAN), Buggyra Freightliner-Pilot Adam Lacko (CZE) und der Deutsche André Kursim (Iveco).
Pech hatte Kursims Landsmann und Iveco-Markenkollege Gerd Körber, der in allerletzter Sekunde um 5 Tausendstel geschlagen aus der SuperPole herausflog.
Etwas Rätselraten verursachte bei den Beobachtern und Streckenkommentatoren der 9. Platz des Titelverteidigers Lacko. Allerdings ist es nicht ungewöhnlich, dass es dem Tschechen einfach genügt, locker in die TopTen zu fahren, und erst in der SuperPole haut er dann alles raus. Doch diesmal lief alles ganz anders.
Wieder ließ man es zunächst einmal ganz ruhig angehen, auch wenn für die Einlaufrunde nicht ganz soviel Zeit gebraucht wurde, wie beim vorherigen Zeittraining.
Anfangs lag Hahn wieder klar an der Spitze, auch wenn er rund eine Zehntel langsamer war als noch Minuten vorher in der Qualifikation. Doch dann kam Albacete und fuhr 13 Hundertstel schneller als der Deutsche. Der hing aber sofort noch eine zweite schnelle Runde dran und unterbot den Spanier seinerseits noch einmal um 3 Tausendstel!
Damit war die Dramatik aber noch längst nicht vorbei, denn auch Albacete setzte noch einmal alles auf eine Karte. Mit 1:54,805 verdrängte er Hahn im letzten Moment um rund 2 Hundertstel von der Polepostion für das morgige erste Rennen.
Den dritten Startplatz holte sich Reinert vor Kiss, Lenz, Steffi Halm, Lacko, Smith, Kursim und J. Rodrigues.

Impressionen:

Der Freitag am Nürburgring - Antonio Albacete holt die erste Pole
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